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Zwölfter Abschnitt.
Ein Hoffest bei König Lawson III. Heimkehr nach Europa.
Der Tage meines Aufenthalts in Deutsch-Afrika waren nicht mehr viele, nachdem wir zur Küste zurückgekehrt waren; ich benutzte sie, um von der Lagune eine genauere Karte zu zeichnen. So arbeitete ich denn mehre Tage auf dem Wasser zwischen den Beklommenheit erzeugenden Sümpfen herum, und muss gestehen, dass diese Thätigkeit fast noch anstrengender war, als die ganze Expedition. Auch hatte ich die besondere Ehre, mit einigen anderen Herren zu einem Fest bei Sr. Majestät dem König Lawson III. eingeladen zu werden, welcher in Badji, unweit Klein-Popü, Hof hält. Lawson ist ein ziemlich wohlhabender Mann, jung und von angenehmem freundlichem Wesen. Er war früher der eifrigste Freund der Engländer, hat sich jetzt aber dieser - platonischen Liebe begeben, seitdem die deutsche Verwaltung ihm die Regirungssorgen abgenommen hat. Jetzt weht auf seinem Hause, «Fsiv Iionäon I>g,1s>oe" genannt, beständig die deutsche Flagge. Wir begaben uns zu diesem KönigL- feste erst gegen Abend, nachdem seit dein frühen Morgen schon Hunderte und Tausende von Schwarzen dorthin geströmt waren. Solch* ein Negerfest besteht aus zweierlei: betäubendem Lärm und Trinken. Auf dem „Königsplatz" hatte Lawson ein großes Zeltdach — alte Segelleinwand — spannen und darunter einen großen Getränktisch aufstellen lasten. Acht- bis neunhundert Schwarze, Männlein und Weiblein, lagerten stets davor, immer singend, tanzend und trinkend, auf Lawson's Kosten natürlich. Dieser selbst stand herablastender- weise oder, wie er im Vertrauen uns sagte, damit seine geliebten Unterthanen nicht stehlen, hinter dem Schanktisch und verabreichte mit dero höchsteigenen Händen die Schnaps- und Bierflaschen. Er trug ein tadelloses Oberhemd und Cravate, schwarzes, zierliches Röckchen und Hosen mit breiten goldenen Streifen, wie ein Admiral; auf seinem Wollkopf faß, nach hinten geschoben, ein Cylinderhut, und über die Schulter trug er eine große rothe Schärpe: es war das vollkommene Bild eines angeheiterten Festordners bei einer lustigen Berliner Landpartie. Mit vollendeter Liebenswürdigkeit schänkte Seine Majestät uns den Champagner ein, den er für sich, seine .Minister" und die weißen Herren bereit gestellt hatte; es war jene .Marke", welche in kleinen Flaschen nach Afrika ausgeführt wird, und welche, wie ich glaube, aus Apfelwein, Zucker und Kohlensäure besteht, übrigens ein recht erfrischendes Getränk. Die .Minister" Go m ez und