Ginkeitung.
Our, guauäo, guo! Ich will mich nicht lange bet Vorbemerkungen aufhalten, sondern kurz sagen, was ich im deutschen Togogebiet gewollt habe. Seit Jahr und Tag hatte ich, je mehr Kamerun genannt wurde, desto mehr meine Aufmerksamkeit auf das Togogebiet gerichtet, das in allen Büchern, Zeitungen und Zeitschriften stets mit der kurzen Behauptung abgefertigt wurde, es sei unbedeutend, habe schlechten Boden und komme nur ein wenig für das Factoreigeschäft inbetracht. Hugo Zöller'ß Buch über den schmalen Küstenstrich war auch grade nicht geeignet, größere Hoffnungen zu erwecken: man fühlt aus jeder Zeile warmen, Vaterlandstreuen Herzschlag, aber wenn man am Ende dieser Schilderung angelangt ist, sagt man mit Bedauern: also ein ödeS Land, höchstens mittelmäßiges Factoreigeschäft. Wäre Zöller statt bis Agüme noch ein Stückchen weiter nordwestlich gegangen, und hätte er einige Stunden dahinter dem alten gutmüthigen Häuptling Pow! in Dällawe einen Besuch gemacht, mit dem ich im Zelt ein Glas deutsches Bier getrunken, so würde er schon durch üppiges Land und dichte Palmwälder gekommen sein, er würde ein Kapitel mehr geschrieben haben, etwa benannt: Blick in's Hinterland. Agüme liegt zweiundzwanzig Kilometer von der Küste, ich bin deren hundertundachtzig von BagidL aus mit Krümmungen nordwestlich marschirt und kann nun mit dem Knaben von Todtnau sagen: ^Jez wüssti andre B'richt z'ge." ES wäre ungerecht, den Werth von Zöller'S Skizzen zu unterschätzen; der Verfasser hat das, was der damalige deutsche Besitz bot, treffend geschildert, wenn auch seine im Gebüsch knurrenden Leoparden sicher nur die harmloseren Ochsensrösche waren, die im Sumpf ihr liebliches Brüllen hören ließen. Wie das heutige Togogebiet geographisch und sonst beschaffen ist, das zu schildern ist der Zweck dieser Dar-