Der Deutsche kolomalderein liis zur Anlmhmmg der Verschnulzung mit der Gesellschaft für deutsche Kolonisation.
lichen Generalversammlung am 22. Februar 1885 das erste Zehntausend seiner Mitgliederzahl überschritt. In dieser Versammlung gelangte eine neue Fassung der Satzungen zur Annahme, durch die der Sitz des Vereins nach Berlin verlegt wurde. Dem Vorstand wurde die Befugnis gegeben, sich durch Zuwahl (von 25 auf 50) zu verdoppeln, während außerdem Vertreter der Zweigvereine zur Mitgliedschaft des Vorstandes berufen wurden. In einem Nachtrage zu diesen Satzungen wurde die Einsetzung eines geschäftssührenden Ausschusses als Mittelglied zwischen Präsidium und Vorstand vorgesehen. Der zweite Vizepräsident Dr. von Brüning war nach kurzer Amisdauer verstorben, an seine Stelle wurde Dr. Hammacher gewählt.
ziusknnM'- Den wichtigsten sachlichen Gegenstand der Beratungen bildete ein Bericht kanzle,. dbs Herrn Professors Dr. Fischer über die von ihm, wie wir sahen, bereits " in der außerordentlichen Generalversammlung des Vorjahres in Eisenach an
geregte Schaffung einer Auskunftskanzlei. Der Antragsteller hatte seinem Vorschlage nach einem Entwürfe Miguels jetzt einen kürzeren, allgemeinen Wortlaut gegeben:
„Der Vorstand des Deutschen Kolonialvereins wird ermächtigt, eine Kanzlei behufs Erteilung von Auskunft über die Verhältnisse überseeischer Länder einzurichten und dieselbe nach Maßgabe der vorhandenen Mittel mit den erforderlichen Kräften auszurüsten."
Mit der einstimmigen Annahme dieses Antrages, der die erste Anregung zu der späteren Gründung der Zentral-Auskunftsstelle für Auswanderer gab, wandte sich der Kolonialverein bewußt der Ausgabe zu, zu versuchen, ob es möglich sei, einen Teil der Volksgenossen, die sich genötigt sehen, jenseits der
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ir wenden uns nunmehr zunächst wieder der inneren Geschichte des Deutschen Kolonialvereins zu, der, wie wir bereits sahen, bis zur zweiten ordent-
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