Die Gesellschaft für deutsche Kolonisation nach Erwerbung Deutsch-GstaftikaK und die Ver- schinclznngsdcrhandlungen.
^^^ir haben die Gesellschaft für Deutsche Kolonisation in dem Augenblicke verlassen, wo mit der Erwerbung der deutsch-ostafrikanischen Kolonie ihre eigentliche Aufgabe gelöst war. Für die Entwicklung und Verwaltung der durch Dr. Peters, Dr. Jühlke und Graf Pfeil erworbenen Gebiete war aus Grund des Kaiserlichen Schutzbriefes eine besondere Gesellschaft, die „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft", gegründet worden. Das selbständige Weiterbestehen der Gesellschaft mußte nunmehr davon abhängen, ob es ihr gelang, neue praktische Aufgaben zu gewinnen. Wollten sie sich für die Folge daraus beschränken, kolonialfreundliche Gesinnung auszubreiten, so bewegte sie sich ausschließlich in den von dem Deutschen Kolonialverein früher eingeschlagenen Bahnen.
Unmittelbar nach der Rückkehr Dr. Karl Peters' von seiner ersten ost- afrikanischen Expedition nahm die Gesellschaft für deutsche Kolonisation die früher mit dem Deutschen Kolonialverein gepflogenen Verhandlungen wieder auf, die dahin zielten, einen Verband aller Vereine, die sich mit Kolonisationsfragen befassen, zu schaffen. In den Kreisen des Deutschen Kolonialvereins fanden diese Anregungen jetzt günstigeren Boden. Infolge eines Antrages, den Rudolf von Bennigsen auf der Düsseldorfer Vorstandssitzung am 3. November 1885 stellte, verbanden sich der „Deutsche Kolonialverein" und der ihm angegliederte „Westdeutsche Verein für Kolonisation und Export" mit dem „Zentralverein für Handelsgeographie und Förderung deutscher Interessen im Auslande" und der „Gesellschaft für deutsche Kolonisation", um durch Konferenzen, die durch Delegierte der Vereine abgehalten wurden, die kolonialpolitischen Bestrebungen gemeinsam Zu fördern. Die Hauptgegenstände der Besprechung auf diesen Konferenzen
Teutsch-
Ostasrikautsche
Gesellschaft.
Delegiertcu-
Nonscrenzcu.
Deutsche Kolouialctcsellschaft.
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