Geschichte deF DrolonialberelnF bis zur Gründung der Gesellschaft für deutsche liiolonisation.
Ausbreitung.
Auherordcirtliche
General
versammlung.
/^I^iese Vorgänge führten dem Kolonialverein zahlreiche neue Anhänger zu.
Von der ersten ordentlichen Hauptversammlung 1884 bis zur zweiten 1885 verdreifachte sich die Mitgliederzahl auf 10 275. Das Netz der Zweigvereine bereitete sich immer weiter aus; unter der persönlichen Teilnahme des Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg entstand am 15. April 1884 die Abteilung Berlin, zu deren Vorsitzenden die Herren Graf Frankenberg-Tillowitz und Dr. Hammacher gewählt wurden.
Um der Regierung im Kampfe für die Gewährung von Reichsbeihilfen an Postdämpferlinien beizuspringen und zu den Fragen, die sich aus der Tatsache der Erwerbung reichseigener Kolonien ergaben, Stellung zu nehmen, ward zum 21. September 1884 eine außerordentliche Generalversammlung nach Eisenach einberufen, der die Großherzogin und der Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar, sowie verschiedene weitere Mitglieder des Großherzoglichen Hauses beiwohnten. Auf ihr erschienen auch die königlichen Kaufleute aus den Hansestädten, die durch ihr tatkräftiges Vorgehen die Frage des Erwerbs deutscher Kolonien in Fluß gebracht haben. Lüderitz und Woermann hielten an die Versammlung Ansprachen, die mit brausendem Jubel aufgenommen wurden. Es gelangten zwei Entschließungen zur Annahme in deren erster der Reichsregierung der Dank für ihre Maßnahmen zum Schutz der deutschen Interessen an der Westküste Afrikas ausgesprochen wurde, während die andere für die Dampfer- Subventions-Vorlage eintrat. Daß Fürst Bismarck seinerseits den Bestrebungen des Kolonialvereins jetzt größeres Wohlwollen als anscheinend zur Zeit seiner Gründung entgegen brachte, ergab sich aus dem Bescheide, den er bereits unter dem 4. Mai 1884 dem Präsidenten des Kolonialvereins aus eine frühere Ein-
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