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Die Deutsche Kolonialgesellschaft 1882 - 1907 / im Auftr. des Ausschusses der Deutschen Kolonialgesellschaft dargestellt [von Erich Prager]
Entstehung
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Lmstchungl des Deutschen LoloniMereinK

Ersie praltischc Versuche.

,chon 1848 hatte Wilhelm Röscher in seinem klassischen WerkeKolonie" die Notwendigkeit, sowie die Grnndzüge einer deutschen Kolonisation fest­gestellt.Deutschland müsse aufs Meer und übers Meer hinaus in die über­seeischen Länder sich weit kräftiger und bewußter ausbreiten, wolle es die Unter­lassungssünden der vergangenen Geschlechter wieder gut machen. Neue Produk­tions- und Konsumtionsgebiete müßten, sei es durch politische Kolonisation, sei es durch wirtschaftspolitische Maßregeln mit unsern nationalen Interessen ver­bunden werden." Diese Forderung suchten die ersten praktischen Versuche zu er­füllen! Der Auswanderungsverein in Düsseldorf und in Frankfurt a. M., die Adelskolonien in Texas, die Hamburger Kolonisationsgesellschaft von 1849. Aber erst die l870/71 errungene Machtstellung konnte kräftigen Erfolg haben.

Frühere Vereins- Die erste koloniale Vereinsgründung erfolgte sieben Jahre nach Errichtung

grm,düngen, neuen Deutschen Reiches in Berlin, wo Dr. Jannasch, der Mitarbeiter

Roschers, den Zentralverein für Handelsgeographie und Förderung deutscher Interessen im Auslande zum Zwecke der Ausdehnung des deutschen Einflusses über See ins Leben rief. Seinen Grundsatz: die Handelskolonisation ist nächst der Ackerbaukolonisation das wichtigste Mittel zur Verbreitung des kulturellen Einflusses eines Volkes, suchte er sowohl durch die Bildung des Zentralvereins, als durch die vortreffliche kolonialwirtschastliche ZeitungExport" zu verwirk­lichen. Fast gleichzeitig veröffentlichte Missionsinspektor W. Fabri die Schrift Bedarf Deutschland der Kolonien?" und gründete zur praktischen Durchführung seines Programms in Düsseldorf den Westdeutschen Verein für Kolonisation ^ und Export. Aber beide Vereine traten zunächst nicht für den Erwerb politischen Besitzes durch das Deutsche Reich ein, sondern wendeten ihre Aufmerksamkeit in erster Reihe Handels- und wirtschaftlichen Unternehmungen, sowie den Fragen