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Die deutschen Interessen in Argentinien, Chile, Bolivien und Peru : eine der wichtigsten Fragen für Deutschlands Zukunft ; von einem alten Praktiker
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Y. Peru.

Der Name dieses Landes hatte noch im abgelaufenen Jahr­hundert einen phantastischen Klang durch die fabelhaften Reicli- tümer, welche die Spanier dort erbeuteten. Ströme von Edel­metall flössen unausgesetzt nach Madrid und erhielten das durch Kriege und schlechte Verwaltung verarmende Land.

Das 19. Jahrhundert brachte Millionen nach Deutschland und England auf eine unblutigere Art, als die alten Spanier ihre Schätze errangen, nämlich durch Ausbeutung der Guano­lager. ln allerneuester Zeit reduzieren sich die deutschen Be­ziehungen auf einige Handelsfirmen und Bankfilialen, welche eine Anleihe vermittelten. Die politische Gegnerschaft mit Chile, welches gute Beziehungen zu Deutschland hat, und seinen anderen Nachbarn trieb Peru in das französische Lager und machte es geneigt, den Yankees entgegenzukommen. Die Armee hat französische Instruktoren, die Zölle sind auf 50 Jahre an ein französisches Konsortium verpachtet und die Yankees haben grosse Kapitalien im Bergbau angelegt.

Peru ist nicht nur noch heute eins der reichsten Länder der Erde, sein Reichtum ist so gross, dass die 300 jährige spanische Raub- und Misswirtschaft demselben keinen nennens­werten Abbruch zu tun vermochte. Erst jetzt wird man anfangen, diese Reichtümer zu entwickeln und das gegenwärtige Geschlecht wie kommende Geschlechter werden ungeheuren Nutzen aus dem Umstande ziehen, dass das Land durch die Politik bis vor wenigen Jahrzehnten abgeschlossen blieb und in einem fast jungfräulichen Zustande, auf vielen wirtschaftlichen Gebieten wenigstens, erhalten wurde.

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