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Lage, das Unternehmen wie seine in Bolivien tätigen Leiter kennen zu lernen, und gewann hierbei den bestimmten Eindruck, dass dasselbe zu den allerbesten Hoffnungen berechtigt. Die sehr glückliche Kombination, einen Gipsbruch mitzukaufen, gestattet eine sofortige Verzinsung des eingeschossenen Kapitals, hier um so schätzenswerter, als Viehzuchtunternehmen einer Periode der Entwicklung bedürfen, bis sie volle Rente bringen, während der Ackerbau sofort Erträge liefert.. — Spekulative Bodenkäufe kann man natürlich in allen Teilen des Landes machen. Auch die tropische Landwirtschaft, namentlich der Anbau von Kaffee und Zuckerrohr, bringt sehr gute Erträge. Arbeiter sind genügend zu haben. Die Fincas haben meist einen Stamm von Indianerfamilien, die im Abhängigkeitsverhältnis stehen, Land erhalten, dessen Ernte sie zum Teil abgeben müssen, ausserdem noch gewisse Arbeitstage teils umsonst, teils gegen geringe Bezahlung leistend. Vielfach hängt es von der Behandlung dieser Leute ab, welchen Wert ihre Arbeit hat. Wer sie richtig zu nehmen weiss, hat in der Regel genug Arbeiter und ihre Arbeit billig.
Einwanderung.
Der Staat hat in den letzten Jahren angefangen, den „terrenos baldios“ 1 ) höheren Wert beizumessen und namentlich die Einwanderung ins Auge zu fassen, auch ein neues Gesetz gemacht. Hierbei dürfte manche Illusion mit unterlaufen, denn den Strom der Einwanderung nach einem für arme Leute so schwer erreichbaren Lande zu leiten, bedarf sehr grosser Opfer oder Uberfüllung aller Europa näher liegenden Länder. Bolivien dürfte erst von Argentinien und Chile aus bevölkert werden.
Die politischen Verhältnisse.
Die politischen Verhältnisse des Landes erwecken stets dem Besorgnis, der aus irgend einem Grunde solche linden will, wie dies in Argentinien, Chile und anderen Republiken auch der Fall
1) Noch unbestockte Terrains im Staatsbesitz.
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