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Die deutschen Interessen in Argentinien, Chile, Bolivien und Peru : eine der wichtigsten Fragen für Deutschlands Zukunft ; von einem alten Praktiker
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ist, aber sicher nicht den bolivianischen Minen zur Last gelegt werden kann 1 ).

Die Bedingungen der Produktion.

Betrachten wir nun noch im einzelnen die wesentlichsten Bedingungen der Produktion.

Die Verkehrsmittel sind bereits in Betracht gezogen. Sie ge­nügen im allgemeinen, ebenso die Anzahl der Arbeiter. Auch sind die Preise für beide inässig. In Einzelfällen hat die Spekulation die Leitung neuer Unternehmungen, welche um jeden Preis ihren Aktionären gute Ausbeuten zeigen wollte, dazu ge­führt, in einigen Distrikten die Frachten und Arbeitslöhne bis auf das Doppelte und 3 ^fache zu treiben, ein Zustand, der keineswegs allgemein ist und da, wo er eintrat, jetzt auch wohl allgemein zurückgeschraubt werden wird. Verfasser, welcher selbst Zinn- und Kupferminen in Bolivien verwaltete, zahlte für 8 Leguas Weg 70 Ctvs. An Arbeitslöhnen: Barreteros Bolivianos 2,00 bis 2,20, Apires 1,50 bis 1,80, Frauen 1,00 bis 1,40 Bois., Preise, die in Anbetracht der hohen Lebensmittel- preise nicht hoch sind.

Brennmaterial, als: Taquia, der Guano der Llamas, Yareta, eine Art Steinpilz von hoher Heizkraft, sowie Strauchholz sind überall in ausreichender Menge zu angemessenen Preisen zu haben. Wälder besitzt das bolivianische Hochland nicht, auch sind noch keine Kohlen in demselben erbohrt, was die Möglickeit des Vor­kommens der letzteren nicht ausschliesst. Sie ist sogar, der geo­logischen Formation nach, wahrscheinlich. Eine grosse Anzahl von Bergflüssen sichert an vielen Stellen die Möglichkeit elektrischer Anlagen.

Die meisten dieser Bergflüsse hängen in ihrer Wassermenge zwar vom Regenwasser ab, doch haben sie fast durchweg genug Wasser für Minenzwecke, auch ist viel Gelegenheit, Stauwerke

1) Die Lage ist jetzt 1911 bei einem Preis von 194 Lstr. sehr viel besser.