Vorwort.
„Das Ergebnis des Krieges darf kein negatives, es muß ein positives sein. Es handelt sich nicht darum, daß wir nicht vernichtet, nicht verkleinert, noch zerstückelt, noch ausgeraubt werden, sondern um ein Plus in Gestalt realer Sicherheiten und Garantien als Entschädigung für nie gesehene Mühen und Leiden, wie als Bürgschaft für die Zukunft."
Fürst Bülow.
Wir wissen uns einig mit der großen Mehrheit des deutschen Volkes in der zuversichtlichen Hoffnung, daß das historische Schriftstück, in dem wir bei Beendigung des Weltkrieges das Fazit blutiger, unerhörter Anstrengungen ziehen, auch die Wiederherstellung unseres Kolonialbesitzes, der in Feindeshand gefallen ist, ^eine Abrundung oder Erweiterung bringen wird.
Um des Deutschen Reiches weltwirtschaftliche und weltpolitische Zukunft auf breiterer Grundlage zu sichern, um seiner völkischen und ethischen Mission Betätigungsmöglichkeit zu erhalten, wird darüber hinaus notgedrungen auch von anderen überseeischen Gebieten die Rede sein müssen. Insbesondere von jenen, mit denen uns tiefwurzelnde, durch internationale Verträge verbürgte, während des Krieges verletzte Interessen verbinden, die wir nicht preisgeben können, ohne schwere Einbuße zu erleiden.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß in diesem Zusammenhang bei der Entscheidung, die unsere Stellung als Weltmacht für kommende, unabsehbare Zeiten festlegt, auch dasWort Marokko fallen wird, und von uns mit besonderem Nachdruck betont werden muß. Nicht nur, weil die Art und Weise, in der Frankreich unter Mißachtung der Völker- und Menschenrechte dort
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