Geleitwort
Wer das Material über die Leiden der Auslands-Deut'chen während des Krieges sichtet, wird unwillkürlich haltmachen bei den Blättern und Dokumenten, die den Stempel Marokko tragen. Sie führen eine Sprache, die zu Herzen geht, von widerrechtlicher und brutaler Behandlung Wehrloser, von der Zerstörung der Früchte langjährigen deutschen Fleißes.
Es ist verständlich, daß für diese Leiden Sühne gefordert wird, und daß an die Leistungen der Deutschen in Marokko und an die jetzt mißachteten Rechte, die ihnen zugesichert waren, Betrachtungen geknüpft werden, die durch die eigenartige Bedeutung des Scherifenreiches, die ihm seine Lage, sein militärischer und sein wirtschaftlicher Wert verleihen, notgedrungen in das Gebiet der Kriegsziele führen. Von dem Ausgange des Weltkrieges wird es abhängen, wieweit die Wünsche, die der Verfasser äußert, sich erfüllen lassen.
Jedenfalls ist es zu begrüßen, daß die marokkanischen Probleme jetzt noch einmal vom deutschen Standpunkt aus dargestellt werden. Es ist zu hoffen, daß diejenigen, welche bei den künftigen Friedensverhandlungen mitzuwirken berufen sind, von der Schrift des Herrn Verfassers Gebrauch machen können. Vor allem aber wird die allgemeine Öffentlichkeit diesen zuverlässigen Wegweiser zur Beurteilung der Verhältnisse in Marokko dankbar begrüßen.
Hamburg, im März 1917.
Or F. Stuhlmann Geh. Reg.-Rat