VII. Maßnahmen im Süden.
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Weniger sicher erscheint der Erfolg eines Vorstoßes nach Norden; aber auch da sind schon starke Viehtransporte vorhanden, die große Einnahmen erwarten lassen; eine Exportkultur kann sich in den nächsten 5 bis 6 Jahren herausbilden, und in die Tschad-Schari-Länder führt der kürzeste Weg über Duala.
VII. Maßnahmen im Süden.
W iederholt ist in den vorhergegangenen Ausführungen darauf hingewiesen, was dem Süden not tut; wir können uns daher kurz fassen. Für das neue Südstück besteht die Notwendigkeit, es mit dem Meere zu verbinden und durch gute Straßen an Altkamerun anzugliedern; nach Lage der Dinge kann das nur von Kribi aus geschehen. Zweifellos ist Muni ein weit besserer Hafen als Kribi; aber von Ekododo aus können wir um deswillen nicht umfassend aufschließen, weil die Nähe der spanischen Grenze hindert und wir nirgends in dem neuen Gebiet auf alte Organisationen zurückgreifen können, die wir in Altkamerun sicher in der Hand haben. Neue Gebiete schließt man von neu geschaffenen Stützpunkten schwerer auf, als gestützt auf eine alte Organisation; dazu liegt Ekododo an der Munibucht für den Hauptteil des Südstücks recht ungünstig.
Was nun von Kribi aus zu geschehen hat, sagt kurz zusammengefaßt das Wort Automobilstraßen. Daß eine besondere Fürsorge nötig ist, gesteht auch der Etat für 1913 zu. Für den Ausbau der Straßen im Süden werden 200 000 Mark angefordert, und in der Erläuterung dazu heißt es, nachdem gesagt wird, daß der Süden vorläufig keine Eisenbahn bekäme: „Die Verwaltung muß unter diesen Umständen danach streben, wenigstens dem Lokalverkehr des Südens ausreichende Straßen zur Verfügung zu stellen, insbesondere auch die Verbindungen Kribis mit dem Innern zu verbessern. Zu diesem Zwecke sollen die bestehenden Wege mit massiven Brücken ausgestattet und so ausgebaut werden, daß sie ohne Schwierigkeiten während % des Jahres für Fuhrwerke und leichte Automobile benutzbar sind.“