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Eine vernachlässigte Kolonie : Kameruner Verkehrs- und Wirtschaftsfragen ; Kolonialwirtschaftliche Studie / von Emil Zimmermann
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y. Entwicklung im Bereiche der Bahn zum Njong.

zum Njong gestalten? Es ist zu erwarten, daß von Edea zum Njong hin eine ganze Menge Eingeborenenpflanzungen mit Kakaoanbau entstehen werden, die der Bahn ziemlich wert­volle Transporte bringen; bei Edea werden sich große Auf­bereitungsanlagen für Kakao befinden, Ölfabriken und eine Menge Faktoreien, die sich mit dem Aufkauf von Ölprodukten beschäftigen werden; vielleicht werden die Anlagen auch bahn- aufwärts errichtet, im Mittelpunkt der Ölpalmenwälder und des Kakaobaues. Die großen Ölpalmenwälder wird man lichten und ihre Besitzer zu einer Art geregeltem Forst­betrieb bringen müssen, damit die Bäume gut ansetzen. Ferner werden gewiß eine Menge neuer einjähriger Eingeborenen­kulturen entstehen, namentlich wenn die Bahn gleich weiter­gebaut wird.

Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß allein auf der Strecke bis zum Njong sich ein Handel von 50 000 t Ausfuhr und 15 000 bis 20 000 t Einfuhr entwickeln wird.

VI. Ist ein Weiterbau der Bahn rentabel? Wirtschaftliche Folgen des Weiterbaues.

E s besteht gar kein Zweifel, daß allein aus den Gebieten zu beiden Seiten der Bahn bis zum Njong dem Unternehmen nach wenigen Jahren der Entwicklung verhältnismäßig große Frachtmengen zufließen werden. Wird auf Njong und Dume dann noch Schiffahrt eingerichtet, dann kommen Kautschuk­frachten aus dem Hinterlande, Frachten ins Hinterland; selbst die Sangha Forestiere will ja ihren Verkehr über den Kamerun­weg leiten. So könnte man auf den Einfall kommen: Ja, wo­zu denn Weiterbau der Bahn, wenn Schiffahrtsweg da ist und dieser doch genügt; der Verfasser kam dort im Hinterland, in Dume, selber zu dieser Auffassung. Und es ist sicher: Hätten wir noch die alte Kameruner Grenze, dann wäre der Weiterbau der Bahn über den jetzt in Aussicht genommenen Endpunkt Mbalmaja am Njong hinaus nicht dringlich. Heute mit der neuen Grenze liegt aber die Sache wesentlich anders, wie die