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I. Das Ergebnis achtundzwanzigjähriger Arbeit.
M itte Juli 1884 wurde in Kamerun die deutsche Flagge ge- ■ hißt; bald sind es dreißig Jahre, daß dies aussichtsreiche und durch den deutsch-französischen Vertrag vom November 1911 auf 750 000 qkm vergrößerte Schutzgebiet unter deutscher Herrschaft steht. Immer wieder wird sein großer natürlicher Reichtum gerühmt; gelegentlich wird auch von Regierungsseite gesagt, Kamerun wäre die reichste Kolonie. Merkwürdigerweise bemerkt man aber wenig Eifer, diese Kolonie zu erschließen.
Der Verfasser hat Kamerun im abgelaufenen Jahre besucht und das Schutzgebiet von der Küste bis zur östlichen Grenze durchquert. Wie stellt es sich dar, nachdem wir achtundzwanzig Jahre im Lande und am Lande gearbeitet haben?
Die Hafenverhältnisse sind immer noch miserabel, obschon wir einen vorzüglichen Hafen haben. Der Wurifluß hat bis dicht an Duala heran eine genügende Tiefe, daß große Seeschiffe ankern können; sie kommen aber nicht an die Stadt heran und müssen in einer Entfernung von 2 y 2 km auf dem Strome liegen bleiben, weil das Gouvernement sich nicht entschließen kann, eine Ton-Schwelle durchstoßen zu lassen, die durch das Flußbett streicht und an der Stelle den Strom auf 3 m Tiefe verflacht. Als im März 1908 das Kolonialamt dem Reichstage die Vorlage betreffend Bahnbau zum Njong machte, war die Beseitigung der Barre und die Herstellung der Hafenanlage in Duala nach einer Angabe in der beigegebenen amtlichen Denkschrift für 1911 vorgesehen; bis jetzt ist weder die Hafenanlage fertig noch die Durchbaggerung der Barre erfolgt. Eine Wasserleitung hat Duala noch immer nicht; endlich,
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