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Einiges aus Samoa und andern Inseln der Südsee : mit ethnographischen Anmerkungen zur Colonialgeschichte / [Bastian]
Entstehung
Seite
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Ein Gott als Junggeselle^ der eine Frau sucht.

Frau sucht

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Unter den dreizehn Hauptgöttern von Mangaia, welche der Errichtung des Christenthums den Missionaren angegeben wurden, befanden sich vier, welche den Namen Taue trugen. Es waren einfache Stücke Eisenholz, roh in menschliche Gestalt geschnitzt, einst in die schönsten inländischen Gewänder gehüllt, in zahl­reichen Haltungen. Von diesen vier Tanes wurden drei: Tuns l^gakiau, Durw-i-ta-uto. und lärm Liü als dem Ersteren unter­geben betrachtet, der für gewöhnlich nur Taue, zuweilen jedoch He-kapu-llai, d. i.Tana, der Anhäuser von Nahrungs­mitteln" hieß. In der Rangordnung kam Taue nach Rongo und Motoro, den Hauptgottheiten von Mangaia. Taue soll der fünfte Sohn von Vatea gewesen sein, in Avaiki oder der Unter­welt geboren. Folgende Sage schildert die Thaten Tane's auf seiner Fahrt, eine Frau zu suchen. Auf Ukupolu lebte eine Frau Namens Dekura-i-Nunoa, d. h.die Rothe von Tauoa," begabt mit ungewöhnlichen Reizen. Aber sie hatte einen bösen Fehler, ihr rechter Fuß war mit knolligem Aussatze behaftet. Der Häuptling Ako entbrannte in Liebe zu ihr; aber die Schöne verschmähte seine Anträge, indem sie sagte:Wenn es Tane gewesen wäre, so würde sie diesen Vorschlag günstig auf­genommen haben." Nun war aber Ako ein großer Freund von Taue; deshalb ruderte er sogleich nach Avaiki hinüber, um Laue zu holen, welcher freudig einwilligte, ihn zu begleiten. Die