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Einiges aus Samoa und andern Inseln der Südsee : mit ethnographischen Anmerkungen zur Colonialgeschichte / [Bastian]
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(S)Helfen bei der Last." Wie Jemand hinzueilt und seine Hand ausstreckt, um zu (erleichtern) stützen die Schulter einer schwachen Person, die unter einer Last stolpert, so sagt man von Jemand, der einem öffentlichen Redner bei einer Schwierigkeit aushilft, er hilft bei der Last.

(10)Den todten Vogel zudecken." Wenn eine Taube ihre Genossin fallen sieht, so fliegt sie herab und bedeckt den Leichnam mit ihren Flügeln, als wolle sie auch getödtet werden. Hiermit vergleichen die Samoaner einen Bruder, welcher sich in den Feind stürzt, nachdem sein Bruder verwundet, wenn er gleich selber getödtet würde.

Die Himmel und die Himmels-Körper.

(ck. Turner.)

1. Die Samoaner behaupten, daß in früheren Zeiten die Himmel einst herabgestürzt seien, und daß die Menschen ge­zwungen waren, umherzukriechen gleich den niederen Thieren. Nach einer Zeit hoben die Pfeilwnrzel und andere ähnliche Pflan­zen die Himmel empor, *) und der Ort, an welchem die Pflanzen wuchsen, wird noch heute ausgezeichnet und Teengalaneje oder Ort des' Emporhebens der Himmel genannt. Aber die Häupter des Volks fuhren fort an das Gewölbe zu klopfen, und der Ort war außerordentlich heiß. Eines Tages kam eine Frau daher, welche Wasser geschöpft hatte. Ein Mann trat auf sie zu und sagte, er wolle die Himmel emporrichten, wenn sie ihm etwas Wasser zu trinken gäbe.Richte sie zuerst auf," erwiederte sie. Er hob sie empor und sagte:Ist das genug"?Nein", sagte sie,ein wenig höher". Erbrachte sie nun noch höher, und da­nach reichte sie ihm ihre Wasserflasche aus Caccouußschale. Eine andere Sage erzählt, daß der Riesengott Ti'iti'i die Himmel

*) Auf den Gilbert hebt ihn der Octopus empor (Düchh unter­stützend), mährend sich bei den Maori Himmelspfostcn erforderlich zeigen, esi Inselgruppen in Occanien (S. 113). Il