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Die französischen Kolonialbanken / von Otto Soltau
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Die Antillen (Martinique und Guadeloupe) sowie Reunion werden mit dem gemeinsamen Namen Zuckerkolonien bezeich­net, weil auf der Zuckcrrohrkultur ihre Bedeutung beruht Die Volkswirtschaft in den Zuckerkolonien erhielt während der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ihr charakteristisches Gepräge durch zweierlei: durch die Plantagenwirtschaft und durch die Sklaverei.

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i. Kapitel.

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§ i-

Die Zeit vor der Sklavenbefreiung.

Die Zuc.kerrohrkultur war fast die einzige Beschäftigung und Erwerbsquelle der Kolonisten, und zwar herrschte der Grossbetrieb in dieser Kultur unbedingt vor, da in diesen Gegen ­den der heissen Zone der Europäer und seine kreolischen Abkömmlinge selbst zu körperlicher Arbeit unfähig sind. Der Grossbetrieb erfordert eine grosse Zahl von Arbeitern, und da war es die Sklaverei, welche den Pflanzern die notwendigen Arbeitskräfte verschaffte und dadurch den regelmässigen Be­trieb der Pflanzungen sicherte. In handelspolitischer Beziehung galt von 1815 bis 1861 der sogenannte pacte colonial, 1 ) d. h. die Kolonien durften ihre Produkte nur nach Frankreich verkaufen und mussten andererseits den grössten Teil ihrer Einfuhr von dort beziehen. Dieses Schutzzollsystem hatte den Vorzug, dass der Pflanzer immer auf ein sicheres Absatzgebiet für seine Produkte rechnen konnte. Andererseits wurden aber die aus * Europa in die Kolonien eingeführten Lebensmittel durch den

I weiten Transport verteuert, und der Wert der fremden, d. h.

nichtfranzösischen Wareneinfuhr der Kolonien, die doch nicht 1 zu verbieten war, soweit sie in Frankreich nicht herstellbare

Waren betraf, konnte nicht durch Warenausfuhr gedeckt, son­dern nur durch Geldsendungen bezahlt werden. Das war eine

1 ] ) Girault a. a. 0. S. 1668. 522 f.

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