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Die französischen Kolonialbanken / von Otto Soltau
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Erstes Buch.

Die fünf alten Kolonialbanken.

Die neuere franz. Kolonialgeschichte beginnt mit dem Jahre 1815. 1 ) Der 2. Pariser Friede gab Frankreich nur einen Teil seiner früheren überseeischen Besitzungen zurück, nämlich in Amerika die Inseln St. Pierre, Miquelon, Martinique, Guade­loupe und die Kolonie Guvane; in Afrika die Insel Reunion sowie französisch Senegal (St. Louis und Goree) und in Indien die Niederlassungen Pondicherv, Karical, Janaon, Mähe und Chandernagor.

Das war 1815 der ganze Rest des einst so stolzen franzö­sischen Kolonialreiches. Dabei waren die indischen Besitzungen unbedeutende, weit voneinander liegende Handelskontore und St. Pierre und Miquelon nur kleine Fischcreiniederiassungen. Martinique, Guadeloupe, Reunion und Guvane dagegen waren Plantagenkolonien und französisch Senegal bestand in der Haupt­sache aus zwei Handelskontoren, von denen aber St. Louis sehr günstig an der Mündung des Senegalflusses und Goree aut einer kleinen Insel nahe bei Cap Verde, gelegen sind. Bei Be­trachtung dieses französischen Kolonialbesitzes erkennt man, dass es kein Zufall war, dass die ältesten französischen Kolonial­banken in Martinique, Guadeloupe, Reunion, Guvane und Sene­gal errichtet worden sind.

Erster Abschnitt.

Die Zustände in den Kolonien vor Errichtung der Kolonialbanken mit spezieller Berücksichtigung der Zuckerkolonien.

Alle eben erwähnten Kolonien sind nicht Bevölkerungs­sondern Tropenkolonien. Kapitalien, nicht Menschen, galt es in diese Kolonien zu importieren.

üirault a. a. O. S. 195 ff.