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II Analysen der aus Südwestafrika eingesandten Bodenproben.
II.
Analysen der aus Deutsch-Südwestafrika eingesandten Bodenproben.
Deutsch-Südwestafrika lässt sich im allgemeinen in sieben natürliche Landschaften teilen:
1. Die Namib.
2. Das Gross-Namaland.
3. Das Damaraland (Hereroland).
4. Das Kaokofeld.
5. Das Karstfeld, ti. Das Amboland. 7. Die Kalahari.
Ks würde zu weit führen, wenn ich die geologischen Verhältnisse aller dieser Landschaften besprechen wollte, ich muss mich auf die beschränken, aus denen Bodenproben zur Analyse vorlagen, und kann auch da nur eine Schilderung in ganz grossen Zügen geben. (Ich habe mich dabei an die Arbeit von Leonhard Schnitze: Südwestafrika aus „Das deutsche Kolonialreich" gehalten.)
Bodenproben waren eingesandt aus:
I. Namib: 6 Proben aus Swakopmund.
II. Gross-Namaland: 2 Proben aus Orab.
III. Damaraland: 1. 1 Probe aus Grossbarnien,
2. 6 Proben aus Windhuk,
3. 2 Proben aus Nonikam.
IV. Karstfeld: 1. 3 Proben aus Otavifontein,
2. 2 Proben aus Otjomikambo,
3. 2 Proben aus Geikeis.
I. Die Namib.
Unter Namib versteht der Hottentotte die Wüste, die sich im Westen an seine Weidefelder anschliesst und bis zum Meere reicht. In ihrem Aufbau nimmt loser, feiner Sand weite Areale ein. Infolge der Südnordrichtung der herrschenden Winde staut sich der Sand am linken Ufer der Riviere am stärksten auf. Wie abgeschnitten endet die Zone, die von der Walfischbai längs der Küste verläuft, am Südhange des Swakopriviers.
Das Material der Dünen stammt vielfach direkt aus dem anstehenden Gestein. In dem fahlgelben Quarzsande sieht man je nach der Natur des Felsengrundes Teilchen von rotem Eisenkiesel, schwarze Magneteisensteinkörnchen