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Untersuchungen über die Weideverhältnisse in Deutsch-Südwestafrika <Futterpflanzen u. Bodenproben> / im Auftr. d. Hamburg. Kolonialinst. ausgeführt von Dr. W[ilhelm] Heering u. C. Grimme
Entstehung
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1.

Zusammenstellung der in den Fragebogen enthaltenen Angaben nach den Farmen geordnet. 1]

I. Otawifontein.

Bes.: Otawi-Minen- und -Eisenbalmgesellschaft.

Probe 1. Boerhavia pentandra Burch. (Nyctaginaceae).

Auf schwarzem Schwemmboden im Buschgelände. Auf 1 a 3 bis 7 Pflanzen, aber auch in andern Zahlverhältnissen. Bevorzugt von Rind­vieh und Kleinvieh, geschätzt für Kleinvieh. Probe 2. Ehretia hottentotica Burch. {Borraginaceae) Omasepa (Herero).

Auf schwarzem Schwemmboden im Buschgelände vereinzelt. Bevor­zugt von Kleinvieh und geschätzt für Kleinvieh. Probe 3. Acacia Maras Engl, und Acacia spec. (heguminosae) Orusu (Herero).

Auf schwarzem Schwemmboden im Buschgelände vereinzelt. Bevor­zugt von Kleinvieh, geschätzt für Kleinvieh. Probe 4. Acacia hereroensis Engl, {heguminosae) Oroo (Herero).

Auf schwarzem Schwemmboden im Buschgelände, vereinzelt zwischen Gras. Bevorzugt von Ziegen, geschätzt für Ziegen. Probe 5. Asparagus spec. (hüiaceae) 0 Rukanunambura (Herero).

Im Buschgelände, sowohl auf tiefgründigem Boden wie zwischen Klippen vereinzelt. Bevorzugt von Ziegen und Rindvieh, geschätzt für Ziegen.

Probe 6. Loranthus namaquensis Barv. (horantliaceae) Eraura (Herero).

Im Klippengelände mit rotem Sand, einzeln. Bevorzugt von Ziegen und Rindvieh, geschätzt für Ziegen.

Anm.: Die vorliegende Pflanze ist eine holzige Schmarotzerpflanze. Mit dem Namen eraura wird aber auch eine andere strauchige Pflanze bezeichnet, so dass hier eine Verwechslung nicht ausgeschlossen ist.

1) Es ist möglichst der Wortlaut der Fragebogen wiedergegeben. Die Änderungen sind nur redaktioneller Natur. Hinzugefügt sind die lateinischen Namen. Ob die Schreibweise der einheimischen Namen immer korrekt ist, erscheint mir sehr zweifelhaft. Die Zusammen­stellung der Namen in Abschnitt IV zeigt oft grosse Differenzen zwischen den verschiedenen Angaben, die vielfach wohl auf die Schwierigkeit der Wiedergabe der Laute durch die ge­bräuchlichen Schriftzeichen zurückzuführen sind.

Heering u. Grimme. \

U. 252. Rd. 1000. 11.