I. Chemische Untersuchung der eingesandten Futterpflanzen.
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Chemischer Teil.
L
Bericht über die chemische Untersuchung der aus Deutsch-Südwestafrika eingesandten Futterpflanzen.
Von
Dr. Clemens Grimme,
(Hamburg, Botanische Staats-Institute).
Nachfolgende Arbeit bringt die chemischen Analysen, die Berechnung der verdaulichen Nährstoffe und die Bewertung als Futtermittel der im vorhergehenden Abschnitt in botanischer Beziehung bearbeiteten Futterpflanzen aus Deutsch-Südwestafrika. Leider war die Menge des eingeschickten Materials teilweise so gering bemessen, dass für die chemische Analyse nichts übrig blieb. So konnten nur 86 verschiedene Spezies untersucht werden. Von diesen waren mehrere von verschiedenen Standorten zur Einsendung gelangt, so dass im ganzen 105 Analysen ausgeführt wurden. (Uber die Verteilung der Einsendungen gibt Übersicht I, S. 1)4, Aufschluss. Die Anordnung der einzelnen Farmen untereinander ist so getroffen worden, dass nach ihrer geographischen Lage vom Norden der Kolonie zum Süden vorgegangen wurde.) Ist somit das Ergebnis der Ausstellung in bezug auf Ermittelung der chemischen Zusammensetzung der südwestafrikanischen Futtermittel gegenüber der botanischen Bearbeitung nicht so gross, wie zuerst erwartet wurde, so erlauben doch die erlangten Resultate sehr interessante Einblicke auf den Nährstoffgehalt der für die südwestafrikanische Weidewirtschaft wichtigen Pflanzen, die ich zwar nicht so ohne weiteres auf alle dort wachsenden Futterstoffe ausdehnen möchte, die aber doch schon zeigen, dass wir in Südwest im Vergleich mit dem, was unser deutsches Vaterland an Rauhfutter hervorbringt, ganz gut bestehen können.
Ehe ich zur näheren Besprechung der erhaltenen Resultate schreite, ist es wohl angebracht, etwas über die Methodik der Untersuchungen anzugeben. Die chemische Zusammensetzung wurde nach den allgemein üblichen und wohl hinlänglich bekannten Methoden zur Futtermittelanalyse der landwirtschaftlichen Versuchsstationen ermittelt. Bestimmt wurden Wasser, Asche, Stickstoff,