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Afrikanische Wirtschaftsstudien / von Karl Dove
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schaftlichen Bedeutung aller natürlichen Einflüsse zu ge­langen, betrachtet man sie am besten einen jeden für sich in seinem besonderen Wert für Gütererzeugung und damit wieder für den Handel.

1. Mineralien.

Auf die Bedeutung der Mineralien für die südafrika­nische Ausfuhr und mittelbar und unmittelbar auch für die Einfuhr soll hier kurz eingegangen werden.

Zunächst einiges über die beiden für den Export wich­tigsten Mineralien, das Gold und die Diamanten. Es braucht kaum besonders hervorgehoben zu werden, daß diese beiden Dinge in der Ausfuhr alle anderen Erzeugnisse des Bergbaues dem Geldwerte nach ungeheuer überragen.

Das Gold kommt nach unserer heutigen Kenntnis in großen Massen nur in Transvaal, namentlich in dem be­rühmten Randgebiet in der Umgebung von Johannesburg, und in Südrhodesien vor. Seine Gewinnung in nennens­werten Mengen in der ehemaligen südafrikanischen Re­publik geht auf den Beginn der neunziger Jahre zurück, seit 1888 wurde nach den Zusammenstellungen des South African Yearbook von 1914 von der Goldförderung in Transvaal zum erstenmal ein nennenswerter, 1 % über­steigender Anteil an der Weltproduktion mit insgesamt 4,3% erreicht, um 1891 zum erstenmal 10, 1894 20% zu übersteigen. Nach der durch den Burenkrieg und seine Nachwirkung verursachten Unterbrechung erreichte der Safe dieses einen Landes 1906 fast 30% und betrug 1908 be­reits ein rundes Drittel der Weltgewinnung von Gold. Seit dem Beginn des Jahrhunderts ist auch die Produktion des Edelmetalls in Südrhodesien in stetigem Wachsen begriffen, aber sie betrug doch im Jahre 1913 erst 8% der gleich­zeitig in der Transvaalkolonie gewonnenen Menge. Uber die Stellung der drei wichtigsten in Südafrika geförderten bergmännischen Produkte zueinander gibt die eben an­geführte Quelle eine interessante Übersicht für das Jahr 1909. Danach entfielen dem Werte nach auf das Gold allein 61,2 auf die Diamanten 31,5, auf Kohle 4,7, auf Kupfer endlich 1,8% der gesamten Mineralgewinnung in Britisch- Südafrika, der kleine Rest auf Zinn und sonstige Erzeug­nisse des Bergbaues.