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Afrikanische Wirtschaftsstudien / von Karl Dove
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Die natürlichen Grundlagen des Wirtschafts­lebens in Südafrika.

"^pcht nur in Europa hat das gegenwärtige Völkerringen * ^ das wirtschaftliche Leben von Grund aus umgestaltet. Das ist vielmehr auch in den unmittelbar am Kriege be­teiligten Kolonien der Fall gewesen. Die wirtschaftlichen Folgen der Ereignisse für die südafrikanische Union sind bereits von P. Heile im ,Wirtschaftsdienst' behandelt worden. J^ach Lage der Dinge ist aber kein Zeitpunkt geeigneter als der jefjige, die Erinnerung an die fest und dauernd in der Landesnatur ruhenden Bedingungen des wirtschaftlichen Lebens wachzurufen. Die reichen Hilfsquellen dieses großen Gebietes sind bisher nur in ganz ungenügendem Grade ausgenutjt. Es ist möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß der Weltkrieg darin eine Änderung herbeiführt. Jedenfalls sollte sich der Kaufmann, insonderheit der deutsche, schon jetst mit den Möglichkeiten beschäftigen, die uns diese bisher meist von einem etwas einseitigen Standpunkte aus be­trachtete Ländergruppe für den europäischen Handel in Aussicht stellt. Um ein wahrhaft zuverlässiges Urteil zu gewinnen, wird er sich dabei an die statistischen Feststel­lungen halten müssen, die bis zum Schlüsse des legten im Frieden verbrachten Wirtschaftsjahres reichen; schon 1914 ist aus diesem Grunde auszuschalten.

In den nachfolgenden Ausführungen soll das ganze außertropische Südafrika behandelt werden. Es um­faßt die Gebiete der Union, ferner Deutsch-Südwestafrika, Betschuanaland, Swasiland, Basutoland und Südrhodesien mit zusammen ungefähr 3200000 qkm, also einem runden Drittel der Fläche von Europa, auf denen 1911 7577000 Bewohner, darunter 1317000 Weiße, gezählt wurden. Die durch die Schä^ung vom 31. Dezember 1914 festgestellte Vermehrung der Gesamtbevölkerung der südafrikanischen Union hat lediglich in den Minenländern eine stärkere Zu­nahme der Einwohnerzahl zur Folge gehabt.

Die so umgrenzte Länderfolge zeichnet sich mit Aus­nahme räumlich ganz in den Hintergrund tretender Striche

Hamburgische Forschungen. Heft 4. <