Vorwort
r\ie vorliegenden Studien sind dazu bestimmt, den wirt- *^ schaftlichen Interessen Deutschlands in Afrika zu dienen. Die erste, die den Stand der Dinge unmittelbar vor dem Kriege zu zeichnen sucht, bezweckt damit die Hervorhebung der Grundlinien, die nach dem großen Völkerringen aufs neue die Entwicklung Südafrikas, dieses augenblicklich wichtigsten Gebiets des Weltteils, bestimmen werden. Wenn sie sich ab und an mit denen decken, die ich auf Grund weiter zurückliegender Quellen in einem ganz Afrika behandelnden Werke gezogen habe, so beweist das, daß diese von der Natur selber gegebenen Grundlagen des Wirtschaftslebens ihren Einfluß trotj aller durch Menschen herbeigeführter Wirrnisse immer wieder geltend machen. Ihre Kenntnis ist deshalb auch für den Kaufmann wie für jeden anderen Praktiker von Wert.
Die zweite Arbeit will die Aufmerksamkeit auf einen der größten Naturschätze lenken, die Afrika besifet. Da gerade die deutsche Industrie dank ihrer wissenschaftlichen Durchbildung alle Aussicht hat, in dem in einer friedlichen Zeit zu erwartenden Wettbewerb ihre alte siegreiche Stellung wiederzuerringen, schien es angebracht, auf diese in weiteren Kreisen wenig bekannten Dinge hinzuweisen. Da der Wettstreit bald nach dem Ende des Krieges schärfer als vordem einsehen dürfte, ist dieser Hinweis noch vor seiner Beendigung wohl ebenfalls am Platje.
Die Arbeit wurde während einer Zeit ausgeführt, in der ich, zur wissenschaftlichen Hilfeleistung bei der Zentralstelle des Hamburgischen Kolonialinstituts beordert, Gelegenheit hatte, die dortige reiche, musterhaft geordnete Bibliothek und das einzigartige Archiv benufcen zu können.
Hamburg, im Sommer 1917.
Der Verfasser.