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Bd. 3 (1885)
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w.

Waaruscha, Bewohner der Land­schaft Aruscha (Ostafrika).

Wabaha heissen die Ältesten eines Dorfes in Usagara.

Wabembe, Bewohner von Bemba (siehe Nachtrag.)

Waboni, ein unter den südlichen Galla zerstreut lebender Stamm, wahr­scheinlich Beste eines einst grossen, von den Galla verdrängten Volkes. Sie führen ein Nomadenleben und er­nähren sich durch Jagd und Fisch­fang, teils auch durch die Frucht des Affenbrotbaumes. Von Hautfarbe hel­ler als die Galla, gehören sie dennoch einer auf viel tieferer Stufe stehenden Rasse an. Ihre Gesichtszüge und ihr wolliges Haar erinnern an den Neger­typus. Sie sind sehr furchtsam und beteiligen sich an den Kämpfen gegen die Mohammedaner nur, wenn sie dazu gezwungen werden. Von den Galla werden sie wegen ihrer Gut­mütigkeit und Geduld verachtet, und der Zuruf:Dein Vater war ein Mboni!" gilt als grosse Beleidigung. Sie haben auch eine Art Oberhaupt, einenSultan", der in dem befestig­ten Gallalager Arbarura am Kilo- wanje-See seinen Sitz hat, aber weder Ansehen geniesst, noch seinen Be­fehlen Gehorsam zu -verschaffen ver­mag.

Wabisa, Volk in Ostafrika. Von ihnen kam die Mehrzahl der Sklaven, welche von Kiloa ausgeführt wurden.

Wachs, vegetabilisches, wird von den Beeren der Myriea cordifolia gewonnen und von der Kapkolonie in Menge ausgeführt. Mit Talg ver­setzt, wird es in Europa zu Kerzen verarbeitet.

Wadaf eta, Bewohner der Landschaft Dafeta am See Jipe (Ostafrika).

Wadai, Sultanat östlich von Ba- girmi. Vogel überschritt 1856 die Grenze desselben, aber der Sultan,

der das Prinzip hatte, jeden sein Land betretenden Europäer zu töten, Hess ihn umbringen. Dasselbe Schick­sal wurde 1862 v. Beurmann zu teil. Wadai ist ein unnahbares Land ge­blieben, bis Dr. Nachtigall den Bann brach. Von Kuka nach Wadai ge­langt, fand er in dem jungen Sultan Ali einen verständigen wohlwollenden Fürsten, obwohl er wegen der eisernen Strenge, mit der er alle Übelthäter strafte, bei seinem Volke sehr ge­fürchtet war. Wadai ist ein armes Land, die Bewohner schwarze Eingeborene, Arabei-, Fullahs etc. ohne alle Geschicklichkeit und Kunst­fertigkeit, dagegen streitsüchtig, ge- waltthätig, dem Trünke ergeben. Ein eisernes Regiment ist nötig, wenn die Wadavi auf den Kulturzustand ihrer Nachbarn emporgehoben werden sollen. Das Land ist eine Ebene, die sich zur Regenzeit mit grossen Flüssen und Seeen füllt. Die Hauptstadt ist Wara, Ein lebhafter Handelsverkehr bewegt sich auf der Strasse über Bengasi nach Audschila.

Wad-Dra, den grössten Teil des Jahres wasserleerer Fluss von be­deutender Lauflänge, welcher bei Kap Ouad-Nun in das Mittelländische Meer mündet.

Waden, Hauptort der Oase Adrar, wichtiger Kreuzungspunkt der Kara­wanen.

Wad Ensis, Fluss in Marokko, am westlichen Abhänge des Atlas.

Wadela, Plateau nördlich v. d.Qebul- Bergkette, welche es mit dem Süd­ostrande des abessinischen Plateaus in Verbindung setzt.

Wad el-Amäs, Dorfschaft in der Landschaft Ghedaref (ägypt. Sudan) >

Wadi-el-Gäb (Wadi-el-Käb), s. Gab.

Wadjanga u. Ennedi, Landschaften im Lande Tibesti (s. d.); sie bilden den östlichen Teil dieser, von Dr. Nach-