— 1251 —
Tabaldi wird im Sudan der Baobab oder Affenbrotbaum genannt.
Tabayoult (Djebel), Berg der Atlaskette, südlicb von Mogadre.
Tabelkusa, Dorf in der Tuat-Oase Gurara.
Taberkaua, zwei Dörfer der Tuat- Oase Tetaff.
Tabi (Djebel-), Berg östlich von Tamaka.
Tabi, Gebirge und Negervolk südwärts vom Blauen Nil.
Tabilba, s. Buraika.
Tabonkai, Bergkette in der ägypt. Prov. Taka (Ostsudan), im Osten des Chor Sadem oder Obelet (s. Maraff).
Tabora (Spekes Kaseh), Ort zwischen dem Tanganjika - See und Uniamwesi (der Ostküste zu) gelegen, Proviantniederlage der belg. Internationalen Association, 1879 von van Heuvel errichtet; unweit von ihm befindet sich die 1880 durch Hauptmann v. Schöler im Auftrag der deutschen Afrikan. Gesellschaft 1881 errichtete Station Kakoma. — Seine Lage bestimmt E. Stück aus den astronomischen Berechnungen Kaisers: 5» 2' 42, 8 " südl. Br. u. 32° 53' 2" östl. L. v. Gr.).
Tabot, das Kirchenzelt der abessi- nischen Armee.
Tabu, Dorf in dem Lande Manding, in der Ebene, welche sich am Fasse des die Wasserscheide zwischen Niger und Senegal bildenden Plateaus erstreckt.
Tabubebirt, Chor in Tafilet; von Juden bewohnt.
Takatuku, Ortschaft im Reich Sokoto.
Tadiana, befestigter Ort in der Sega-Landschaft Geniekaiarie.
Tadjura, s. v. w. Tadschurra.
Tadschakant, Landschaft im Südwesten Marokkos am Wadi-dra, von Berbern bewohnt. Die Tadschakanter
T.
bringen europäische Fabrikate bis Walata und tauschen dafür hauptsächlich Gold und Straussfedern ein. Tadschara, s. v. w. Tadschurra, Tadschurra, Hafenplatz am roten Meer, im Gebiete der Danakil, mit etwa 6000 Einw. und bedeutendem Handel. Lebhafter Karawanenverkehr mit Südabessinien. Hier legen italienische, englische und österreichische Schiffe regelmässig an. In der Bucht von T. liegen die Inseln Mascalli u. Muschasch. Die Bucht wird durch einen umfangreichen Lavastrom vom Becken des salzigen Assal-Seees getrennt. Früher war sie ein Hauptplatz für den Menschenhandel nach Yemen.
Tailbuna (Djebel-), Berg dicht bei Asla in der alger. Prov. Oran.
Taepe, Name der Vereinigungsstelle des Benue u. Faro.
Tafelbai, an der Südwestspitze Afrikas, früher ein sehr unsicherer Hafenplatz, namentlich von Juni bis August während des Vorwaltens der Westwinde. Stürme in der Tafelbai gehörten zu dem Furchtbarsten, was sich denken lässt. Durch den Bau eines starken Wellenbrechers, der mit grossem Kostenaufwand vollendet wurde, sind in neuerer Zeit die Gefahren bedeutend vermindert worden. Vor Vollendung des Wellenbrechers ankerten die Seefahrer lieber in der benachbarten Simons-Bai. Im Jahre 1841 wurde während eines Sturmes der 400 Deportierte und 400 Soldaten nach Australien führende grosse Dreimaster „ Abercrombie" von dem Anker losgerissen und so nahe an den Strand geworfen, dass man die kleinsten Gegenstände an Bord deutlich unterscheiden konnte. Trotzdem war es unmöglich, jemanden zu retten, denn die See raste wilder als je.
79*