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Bd. 3 (1885)
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1006
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Kleider (fein aus Gras geflochtene, schön gefärbte und sehr dauerhafte Zeuge) tragen, zu den beständigen Markttagen ziehen. Seine Lage be­stimmt Stück aus Kaisers astronom. Beobachtungen: 4° 13' 30" s. Br. und 260 20' 12" ö. L. v. Gr.

Nygomas Stadt, s. v. w. Maseke.

Nylstroom, Ansiedelung im Trans­vaalstaate (Südafrika).

Nzuana oder Njuana, wird von den Eingeborenen die Komoreninsel Jo­hanna oder Andjuana genannt: siehe den Artikel Komoren.

0.

Oahuakotyimbari, Dorf im Herero­land (südl. von den Mosob-Bergen).

Oäko, s. v. \v. Häko.

Oasen heissen bassinartige Vertie­fungen in der grossen Wüstenebene, umgeben von kleinen Bergketten und Hügelzügen. Die durch die letzteren bedingten Wasseransammlungen rufen auf ihrem Boden eine Vegetation her­vor, welche gegen die furchtbare Öde der Wüste mit wunderbarer Pracht absticht. Die Quellen der 0. sind grossenteils eisen- oder schwe­felhaltig und überwiegend Thermen. Schon die Alten kennen die Oasen Afrika's zum Teil; Herodot nennt nur eine in Oberägypten, betrachtet sie als Stadt und nennt sie Insel der Seligen. Später nennen sie die Grosse 0. (0. magna, 0. von The­ben, j. Wah el Kebir); Ptolemäos kennt schon die zweite Kleine 0 (0. parva, Wah el Bahire oder Bah- nasa el Kassar) in Mittelägypten, beide bildeten besondere Namen; Strabo er­wähnt noch eine dritte, die ägypti­sche Oberherrschaft anerkennende 0., nämlich die 0. des Jupiter Ammon, j. Siwah. Unter den römischen Kai­sern dienten die Oasen öfters als Verbannungsorte. In dem Mittelalter wurden durch arabische Geographen noch mehrere bekannt, und jetzt ist die Zahl der bekannten 0. sehr gross.

Wo immer in der Sahara Wasser den Boden tränkt, und sei es auch Brakwasser, da sprosst Grün hervor, da gedeihen Pflanzen, da entsteht eine Oase. Barth betont, dass selbst im anscheinend unfruchtbarsten Sande

die Bewässerung sogleich ein mannig­faches Pflanzenleben erzeugt. Man unterscheidet verschiedene Arten von Oasen, je nachdem sie natürliche oder künstliche Bewässerung haben. Die natürlich bewässerten teilen sich wie­der in solche mit oberirdisch fliessen- dem und in solche mit unterirdisch fliessendem Wasser. Zu den ersteren gehören z. B. die Oase des Ued Draa, die dem Draaflusse ihr Dasein ver­dankt , und die Oasen des oberen Tafilet südlich von Ertib, die meisten von der Oasengruppe des nördlichen Tuat und viele kleinere südlich vom Atlas. Die künstlich bewässerten sind entweder solche, die eine aus der Erde hervorsprudelnde Quelle besitzen, wie Rhadames und die Jupiter-Am- mons-Oase; oder solche, wo sich nicht fliessendes Wasser schon in der Tiefe von nur 12 Fuss unter dem Erd­boden findet, z. B. die Oase Kauar und ein Teil der von Fesan: dann solche, wo aus einer Tiefe von 12 bis 30 Fuss das Wasser heraufgefördert werden muss, wie in andern Oasen von Fesan und in denen von Suf; endlich solche, wo das Wasser aus der Ferne durch künstliche Leitung hingeführt wird, z. B. Tidikelt und mehrere andere südlich vom Atlas. Oasen mit oberirdisch rieselndem Wasser giebt es nur an den Aus­gängen grosser Gebirge, namentlich am südlichen Fusse des grossen Atlas. Sie sind die best situierten von allen. Denn der Fluss bietet nicht nur fast in jeder Jahreszeit genügende Wasser­mengen zur Bewässerung der Felder,