Kleider (fein aus Gras geflochtene, schön gefärbte und sehr dauerhafte Zeuge) tragen, zu den beständigen Markttagen ziehen. Seine Lage bestimmt Stück aus Kaisers astronom. Beobachtungen: 4° 13' 30" s. Br. und 260 20' 12" ö. L. v. Gr.
Nygomas Stadt, s. v. w. Maseke.
Nylstroom, Ansiedelung im Transvaalstaate (Südafrika).
Nzuana oder Njuana, wird von den Eingeborenen die Komoreninsel Johanna oder Andjuana genannt: siehe den Artikel Komoren.
0.
Oahuakotyimbari, Dorf im Hereroland (südl. von den Mosob-Bergen).
Oäko, s. v. \v. Häko.
Oasen heissen bassinartige Vertiefungen in der grossen Wüstenebene, umgeben von kleinen Bergketten und Hügelzügen. Die durch die letzteren bedingten Wasseransammlungen rufen auf ihrem Boden eine Vegetation hervor, welche gegen die furchtbare Öde der Wüste mit wunderbarer Pracht absticht. Die Quellen der 0. sind grossenteils eisen- oder schwefelhaltig und überwiegend Thermen. Schon die Alten kennen die Oasen Afrika's zum Teil; Herodot nennt nur eine in Oberägypten, betrachtet sie als Stadt und nennt sie Insel der Seligen. Später nennen sie die Grosse 0. (0. magna, 0. von Theben, j. Wah el Kebir); Ptolemäos kennt schon die zweite Kleine 0 (0. parva, Wah el Bahire oder Bah- nasa el Kassar) in Mittelägypten, beide bildeten besondere Namen; Strabo erwähnt noch eine dritte, die ägyptische Oberherrschaft anerkennende 0., nämlich die 0. des Jupiter Ammon, j. Siwah. Unter den römischen Kaisern dienten die Oasen öfters als Verbannungsorte. In dem Mittelalter wurden durch arabische Geographen noch mehrere bekannt, und jetzt ist die Zahl der bekannten 0. sehr gross.
Wo immer in der Sahara Wasser den Boden tränkt, und sei es auch Brakwasser, da sprosst Grün hervor, da gedeihen Pflanzen, da entsteht eine Oase. Barth betont, dass selbst im anscheinend unfruchtbarsten Sande
die Bewässerung sogleich ein mannigfaches Pflanzenleben erzeugt. Man unterscheidet verschiedene Arten von Oasen, je nachdem sie natürliche oder künstliche Bewässerung haben. Die natürlich bewässerten teilen sich wieder in solche mit oberirdisch fliessen- dem und in solche mit unterirdisch fliessendem Wasser. Zu den ersteren gehören z. B. die Oase des Ued Draa, die dem Draaflusse ihr Dasein verdankt , und die Oasen des oberen Tafilet südlich von Ertib, die meisten von der Oasengruppe des nördlichen Tuat und viele kleinere südlich vom Atlas. Die künstlich bewässerten sind entweder solche, die eine aus der Erde hervorsprudelnde Quelle besitzen, wie Rhadames und die Jupiter-Am- mons-Oase; oder solche, wo sich nicht fliessendes Wasser schon in der Tiefe von nur 1—2 Fuss unter dem Erdboden findet, z. B. die Oase Kauar und ein Teil der von Fesan: dann solche, wo aus einer Tiefe von 12 bis 30 Fuss das Wasser heraufgefördert werden muss, wie in andern Oasen von Fesan und in denen von Suf; endlich solche, wo das Wasser aus der Ferne durch künstliche Leitung hingeführt wird, z. B. Tidikelt und mehrere andere südlich vom Atlas. Oasen mit oberirdisch rieselndem Wasser giebt es nur an den Ausgängen grosser Gebirge, namentlich am südlichen Fusse des grossen Atlas. Sie sind die best situierten von allen. Denn der Fluss bietet nicht nur fast in jeder Jahreszeit genügende Wassermengen zur Bewässerung der Felder,