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Bd. 3 (1885)
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der Vorderteil sieht heraus. Der Kopf misst vom Kinn bis zum Scheitel 13 Ellen. Die ganze Umgegend ist ein weites Mumienfeld. Dass die Pyramiden Grabmonumente sind, steht jetzt fest. In früheren Zeiten stellte man die verschiedensten Hypothesen über ihre Bestimmung auf. Bald wurden sie mit Beziehung auf ihren Namen (Pire-mue, d. i. Sonnenstrahl) für riesige Sonnenaltäre ausgegeben, bald für Kornmagazine oder Wasser­behälter, auch spanischen Wänden wurden sie gleichgestellt, welche den Flugsand der Wüste abhalten sollten; dann wieder zu Sternwarten erhoben und die Feier der Mysterien in sie verlegt. Oder, wie ein alter franzö­sischer Kritiker sagt, sie sollten bloss dienen: afin de faire demeurer le peuple au travail et le contregarder

Qadeyat, Volk südlich und östlich um den Berg Kordofan, in ca. 30 Dörfern wohnend; Ursprung angeblich von den Tundsch,

Qebul, kleine Bergkette von 2000 bis 2200 m Höhe, parallel dem abes- sinischen Plateau, dem sie sich im Norden durch die von den Asebo- Galla bewohnten Vorberge, im Süden durch den Abfall des Wadela-Plateau anschliesst. Sie wurde 1881 von dem franz. Konsul in Massaua, Baffray, besucht.

Qisin heist bei den Gallas der von den AbessiniernBolasa genannte Fluss.

Qonter (vom französ. Quintal), eine Werteinheit im Tuat = 1000 Met­kai = 1600 Francs.

Quae-quae, Fluss im Ma^abele- Lande.

Quagga (Equus quagga), einst in der Kapkolonie zahlreich, jetzt schon selten geworden, kommt noch immer nördlich von Transvaal bis zum Seeen­gebiet in grösseren oder kleineren Herden häufig vor. Es hat mehr

de toute oisivete. Springer (Kunst­historische B.iiefe) findet die Mög­lichkeit solcher Zweifel in derästhe­tischen Armut" der Pyramiden, die nach seiner Ansicht einer niedrigen, unentwickelten Kunststufe einzureihen sind; eine Ansicht, die sich in derb­exzentrischer Form unter den neueren Beisenden bei A. Stolz wiederholt: Die Pyramide zeigt auf die roheste schönheitsbare Weise brutale Macht und mächtige Dummheit oder Lange­weile. Ich sehe darin nicht die Überwältigung der Natur, son­dern die von einem Despoten dicken, steinharten Herzens zertretene Mensch­heit, zerstampfte Menschen ohne Zahl, f A'oltaire nennt die Pyramiden une preuve d'esclavage. (Daniel, Hand­buch der Geographie.)

Q.

die Form des Pferdes als jene des Esels und unterscheidet sich vom Zebra durch den schönen Kopf, etwas kürzere Ohren und breitere Hufe und Hüften. Das Q. wird 4^2 Fuss hoch, Kopf, Hals und Körper sind graurötlich, die aufrechte Mähne, die Bänder des schwärzlichen Bücken­streifs, der Schwanz, die Unterseite des Körpers und die Beine weiss, Kopf, Hals und Brust mit schwarz­braunen Querstreifen. geziert, welche an den Schultern schwächer werden i und auf dem Bücken verschwinden.

Quamvass, (Colquhun), Berg im ! südwestl. Hereroland.

Quango, (Ibari Nkutu), der letzte grosse Nebenfluss des Kongo. Er mündet wenig oberhalb der Station Gobila. i Qaianza, s. Coanza,

Q,uaqua, Arm des Malimba. Quaquaküste, s. v. w. Zahnküste. Qriaquas, Neger auf der Elfenbein- (Zahn-)Küste von Oberguinea,Fetisch­anbeter , fertigen Baumwollenzeuge