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Dezember 1884, widmete sich erst dem Kaufmannsstande, begab sich aber seiner schwächlichen Gesundheit wegen auf Reisen, zunächst 1816 nach Italien und Elba, betrat dann 1<S 17 zum ersten Male afrikanischen Boden, indem er Ägypten besuchte und den Nil bis zum ersten Katarakt hinauffuhr. Seine zweite grosse Reise in Afrika währte von 1822 — 28. Das Ziel derselben war die Durchforschung Ägyptens und Nubiens. Auf ihr gelangte er auch an das damals noch völlig unbekannte Kor- dofan. Nachdem er hierauf die Küsten des Roten Meeres bereist hatte, nahm er 1831 — 34 in Abes- sinien zahlreiche Orts- und Höhenbestimmungen vor. Von der Londoner königl. Geographischen Gesellschaft wurde er durch die grosse goldene Medaille ausgezeichnet, von Basel zum Ehrenbürger ernannt. Seine reichen Sammlungen vermachte er zum Teil der Frankfurter Stadtbibliothek, zum Teil dem Senken- bergschen Museum daselbst. Er gab heraus: „Reisen in Nubien, Kordofan und dem Peträischen Arabien" (1829), „Reise in Abessinien" 1838 —40), ferner „Zoologischer Atlas" (30 Hefte, (1826—31), „SystematischeÜbersicht der Vögel Nord- und Ostafrika's" (1845), „Neue Wirbeltiere zur Fauna Abessiniens gehörig" (1835 — 41), ausserdem zahlreiche Einzelschriften.
Russegger, Joseph, Ritter vom zu Salzburg 18. Nov. 1802 geboren, als Direktor der Berg- und Forstakademie zu Schemnitz 20. Juni 1863 verstorben, bereiste, nachdem er 1836 den Taurus und Libanon besucht hatte, 1837 im Auftrag des Vize
königs von Ägypten einen Teil des Landes, fuhr den Nil hinauf, ging über Chartum nach Kordofan und Takale, 1838 den Blauen Nil entlang bis Fassogl. 1848 ernannte ihn die Akademie der Wissenschaften zu Wien zu ihrem Mitglied, 1853 wurde er in den erblichen Ritterstand erhoben. Er veröffentlichte ausser vielen Aufsätzen: „Reisen in Europa, Asien und Afrika" (1841—50, 7 Bde.) und galt seinerzeit für das Nilgebiet als Autorität.
Rustenburg, Ort im Transvaalstaate; Kaffeefarmen, Obstgärten etc. 500 Einw.
Rutenberg, Dr. Christian, zu Bremen 1855 geboren, ritt von Bloem- fontein, dem Hauptort des Oranje- fiuss-Freistaats, durch das Basutoland nach dem Mont-aux-sources, dessen Höhe er auf 11 600 engl. Fuss bestimmte, ging dann nach Natal hinab und fuhr nach Madagaskar, wo er einige Landtouren in die nördliche Hälfte der Insel ausführte.
Ruxton, Georg Friedrich, in England 1820 geboren, unternahm, nachdem er erst als Offfzier der englischen Armee, dann lange Jahre als Jäger in Kanada, später in Mittelamerika und Kalifornien gelebt hatte, 1814 Wanderungen in Nordafrika, zwischen der Walfischbai und dem Oranjefluss, ohne indes Ausbeute für die Wissenschaft zu erzielen. Er starb 1848 in Amerika, nachdem er noch in Mexiko sein Jägerleben fortgesetzt hatte.
Rysmiere nennt der Boerenkolonist Südafrika's die weisse Ameise (Ter- mita.)
s.
Sä, s. Kafis; vgl. Mettar. Saadueh, ein Stamm der ägypti-
Saab, s. v. w. Buschmänner. sehen Araber in der Nähe und im
Saadani, Küstenplatz des Sultanats Norden der grossen Oase umher-
Sansibar (Ostküste). schweifend.