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mittags machen der Doktor und ich eine kleine Probefahrt. Ich entwerfe verschiedene Skizzen der höchst originell aussehenden Fahrzeuge. Mittags herrscht glühende Hitze, der Abend hingegen ist paradiesisch schön; der Himmel strahlt bei Sonnenuntergang in märchenhafter Pracht, und noch lange sitze ich in Gedanken versunken an dem hohen, steilen Ufer des majestätischen Stromes, der seine Gewässer bis zum Mittelländischen Meere hinführt.
Elftes Kapitel.
In Uganda und auf Sesse.
20. Februar. Nilübergang.
Nach 1^/2 Stunden angestrengter Arbeit sind wir glücklich alle am anderen Ufer; der Nil hat hier eine Breite von etwa 800 in. Wir befinden uns jetzt im eigentlichen Uganda, marschieren noch weitere 1^ Stunden uud lagern dann zur Abwechselung wieder mal in einem Bananenwald. Plötzlich kracht draußen ein Schuß, und Rukua, der erste Diener des Doktors, ein überaus treuer und guter Kerl, wälzt sich in seinem Blut. Er hatte, bummelig wie immer, sein Gewehr geladen und gespannt gegen einen Baum gestellt, es war umgefallen und losgegangen. Die Kugel ist ihm dicht neben dem Rückgrat in den Rücken gedrungen und unter der rechten Acbselhöhle wieder hinausgefahren. Er lebt noch über eine Stunde, aber bei jedem Atemzuge schießt das Blut aus beiden Löchern, und sein riesiger Körper zuckt krampfhaft. Ich lege ihm einen Verband an, schneide ihn aber wieder ab, da er ihm Schmerzen verursacht. Dem armen Kerl ist nicht mehr zu helfen. Sein Grab liegt unter einem schattigen Baum, und ein kleiner Steinhügel ziert dasselbe.
Nachmittags erscheint Kamanjiro in violettem Kaftan und blauen Goldgestickten; er stellt uns seinen alten Vater vor, der hier in der Nähe wohnt, und der mit Tüchern und Kleinigkeiten reichlich beschenkt wird.
21. Februar. An der Grant-Bay. Um 1/2? Uhr Aufbruch. Strammer Marsch über hügeliges Gelände, einmal durch eine mit Urwald bedeckte, sumpfige Niederung nach