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Drittes Kapitel.
In Kaum und im Sultanat Mitu.
26. März.
Um 4 Uhr morgens stehe ich auf, fahre an Bord der „Leipzig" und dann mit der Dampfpinasse nach Sansibar. Bley und Ruft sind etwas erstaunt über mein plötzliches Erscheinen. Ich wohne im Hause des Herrn Bley. Abends im Usagarahaus, wo eine ganz fidele Gesellschaft bei schlechtem Vier und leidlich gutem Klavierspiel vegetiert.
27. März.
Abends mit Märcker zum Konzert der Negerkapelle, die ihre eintönigen, seltsamen Weisen vor dem Sultanspalast zum besten gibt. Fast den ganzen Tag über strömender Regen, erst gegen Abend praktikables Wetter.
26. März.
Herr Bley bittet mich, ich möchte nach Lamu fahren, mich dort mit Herrn Toppen in Verbindung setzen und Träger anzuwerben versuchen. Zöller lad Ruft und mich zum Mittagessen ein; er kommt direkt von Bagamoyo und ist bei der Zerstörung von Kondutschi zugegen gewesen.
29. März.
Morgens um 8 Uhr zur Parade. Schwerttanz der „virodoto", der Irregulären des Sultans. Um 2 Uhr mit einem Dolmetscher an Bord der „Barawa", die mich nach Lamu bringen soll. Herrliche Fahrt.
30. März.
Das Schiff ist sehr voll, da wir den Liwali von Malindi mit seinem Gefolge an Bord haben. Nachmittags Skat mit Kapitän Elson und Frau.
31. März.
' ^inil novi.
1. April.
Morgens 7 Uhr Ankunft in Lamu. Der Leutnant von der „Algerine" kommt wieder an Bord, um zu schnüffeln, erkennt mich aber nicht. Elson und ich fahren an Land und gehen zu Töppen, wo wir den Assessor Behrendt vom Konsulat in Sansibar und Herrn Gustav Denhardt antreffen. Die jahrelange Feindschaft zwischen Töppen und letzterem scheint durch Vermittelung Behrendts beigelegt.