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Lindi und sein Hinterland / von P. Adams
Entstehung
Seite
15
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II. Das Hinterland und das mittlere Flussgebiet des Lukuledi.

Nachdem im vorhergehenden Kapitel im allgemeinen und in grossen Umrissen die Stadt Lindi und ihre nächste Umgebung besprochen wurde, soll im folgenden das Gebiet, das ich persönlich während meiner jahrelangen Berufsarbeit genauer kennen gelernt und das ich auch kartographisch niederzulegen mich bemühte, an der Hand der beiliegenden Karte eingehender geschildert werden, es ist das mittlere Flussgebiet des Lukuledi.

Zur Aufnahme des vorliegenden Kartenblattes standen folgende Instrumente zur Verfügung: Routenkompass, ein zweiter zur Kon­trolle, Peilkompass, Detaillierapparat, Siedeapparat mit zwei Thermo­metern, Ankeruhr u. s. w. Als Basis für die Peilungen in Triangu­lation wurde die Entfernung Missionsstation NyangaoSanatorium Nakadi in Richtung und Luftlinie nach Meterzahl ziemlich genau festgelegt. Durch Peilungen erhielt ich somit ein Dreiecksnetz, in welches ich meine Routenaufnahmen mit Sicherheit einhängen konnte. Die Höhenbestimmungen wurden stets an zwei Koch­thermometern abgelesen, welch letztere beide sehr gut funktionierten und übereinstimmten. Die Kompassabweichung zu 10° westlicher Richtung wurde stets berücksichtigt, und halte ich somit den astronomischen Azimuth für ziemlich richtig. Da die Negerpfade fortwährend der Verlegung unterworfen sind, habe ich auf genaue Einzeichnung jeder kleineren Wegebiegung weniger Gewicht gelegt. Dass jeder eingezeichnete Negerpfad von mir selbst zu verschiedenen Malen begangen wurde, brauche ich wohl nicht besonders zu betonen. Rekognoszierungen in wegelosem Pori wurden nicht eingetragen, wohl aber die topographischen Ergebnisse derselben.