Vorwort.
iebe zu dem Lande, welches seit Jahren das Feld meiner strapaziösen und ernsten Berufstätigkeit gewesen, Liebe zu dem schwarzen, naiven Naturvolke, welchem ich meine ganze körperliche und geistige Spannkraft gewidmet, liess es mir auch während meiner Erholungszeit als die angenehmste Beschäftigung erscheinen, manche Erinnerungen und Aufzeichnungen des Gesehenen und Erfahrenen einheitlich zusammenzustellen und der Oeffentlichkeit zu übergeben. Gerade in unserer Zeit wird auch der kleinste Beitrag zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen gewürdigt und ich halte es darum für angebracht, auch meinen bescheidenen Anteil zu liefern. Denn was mich bei dieser meiner Arbeit leitete, war eben der Gedanke, das deutsche Volk immer wieder auf den Besitz seiner fernen Kolonien hinzulenken und nichts verloren gehen zu lassen, was zur besseren Kenntnis und Beurteilung der Kolonien irgendwie dienlich sein kann.
In den nachfolgenden Blättern soll nun versucht werden, eine Monographie über den im Vergleich zu der grossen Ausdehnung des deutschen Besitzes in Ostafrika zwar nur kleinen Bezirk Lindi zu geben. Zur Vervollständigung meiner Originalaufzeichnungen und Beobachtungen wurde besonders für die geologischen Tatsachen benutzt das Werk: »Deutsch-Ostafrika, seine Oberflächengestaltung und Geologie« von Herrn Bergassessor