Vie Gründung der deutschen Gesellschaft
in Dremen
von IZenrv Seedorf.
Du wirst, wie schon geschehn, der Welt die Proben geben,
vasz man mit Chr und Nuhm von veinem SIcisse spricht. Wir wünschen vir indesz, dafz Du mit vielem Segen Oos wahre Wohl der Stadt in ihren Kindern stitkst.
xo heißt es in dem (Zedicht, womit die »Zuhörer" der ersten blasse der „Königlichen Oohms-Schule", des lutherischen (Zvnmasiums in lZremen am b. November 1747 ihren neuen SubreKtor, den siebenundzwanzigjährigen Samuel Christian Lappenberg bei seiner Einführung ins ^lmt begrüßten. 5lls Sohn eines lutherischen Geistlichen hatte er die gleiche Schule besucht, war nach veendigung seiner Studien in Söttingen nach lZremen, seiner Vaterstadt, zurückgekehrt und hier als Privatlehrer tätig gewesen. Um so größere Anwartschaft auf Erfolg hatte bei solcher Vertrautheit mit den bremischen Verhältnissen sein Streben, den auf ihn gesetzten Erwartungen, von denen jenes (Zedicht Kunde gibt, auch außerhalb seiner eigentlichen Schultätigkeit gerecht zu werden.
Cr war in (Zöttingen ordentliches Mitglied der deutschen (Zesellschakt geworden, einer der Vereinigungen, die nach dem Vorbilds der durch (Zott- sched zu allgemeinerer Bedeutung gelangten deutschen (Zesellschakt in Leipzig der deutschen Sprache, Poesie und IZeredsamKeit ihr Interesse zuwendeten, und nachdem er zu Nmt und Würden gekommen war, erfreute er sich gleich manchen trefflichen Männern seiner Zeit der Chrenmitglied- schakt dieser Gesellschaft. 5lus dem philologischen Seminar der Universität hervorgegangen, von Anfang an also eine Vereinigung mit akademischem Charakter, blieb sie dauernd unter der Oberaufsicht des Professors der Klassischen Philologie Johann Matthias (Zesner, der auch über deutsche Sprache und Poesie las. Cs ist begreiflich, daß Lappenberg nun, wo er