Die Abbildungen der Scblacbt bei Drakenburg
von Will), von vippen
?ie Schlacht bei Drakenburg, in der am 23. Mai 1547 die evangelischen Waffen den einzigen Sieg im SchmalKal- dischen Kriege erfochten, hat ihrer Zeit größeres Aufsehen gemacht, als ihre für den Ausgang des Krieges nicht sehr erheblichen Dolgen verdienten, man mutzte denn der Meinung sein, datz ohne diesen Sieg die evangelische Kirche im Nordwesten Deutschlands ernstlich gefährdet gewesen sein würde. Und vielleicht ist die ungewöhnliche, in lZremen bis in die jüngste Zeit einzig dastehende bildliche Darstellung der Schlacht ein lZeweis dafür, datz jene Meinung über die Bedeutung des Drakenburger Sieges in unserer Stadt wirklich gehegt worden ist.
Die Niederlage hatte den jungen verzog Lrich von lZraunschweig getroffen, der ausgezogen war, um die trotzige Stadt lZremen in Kaiserlicher Majestät Lewalt zu bringen, nachdem die Stadt soeben eine mehrwöchentliche Belagerung durch den Kaiserlichen 5eldherrn ^obst von Lru- ningen glücklich abgeschlagen hatte. Dem »erzog ergings nicht besser, nur datz er nicht, wie Cruningen, bei der fMäre sein Leben verlor, aber auch er mutzte nach vier Wochen unverrichteter Dinge wieder abziehen, weil schlimme Zeitung ihn in sein Land zurückrief.
Das evangelische »eer. das unter der Rührung des (Zrafen Wibrecht von Manskeld Bremen entsetzen sollte, war endlich aufgebrochen und hatte im Durchzug des Herzogs Land arg verwüstet. Dies und die Befürchtung, bei lZremen durch die Belagerten und das Crsatzheer zwischen zwei 5euer zu geraten, bestimmten den »erzog, schleunigst weseraukwärts