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Geschichte der Stadt Geestemünde / von Georg Behrens
Entstehung
Seite
63
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L». Capitel.

Hochfliegende Erwartungen knüpften sich an den neuen Hafen. Er sollte sich neben Hamburg und Bremen zu einem großen Verkehrs« Mittelpunkt entwickeln, dessen Verbindungen sich mit Hilfe der neu ent­standenen Eisenbahnlinien bis tief nach Mittel-- und Süddeutschland, ja bis nach Oesterreich erstrecken sollten.

Schon der Entschluß der hannoverschen Regierung, einen Hafen zu bauen, und der Beginn der Hafenarbeiten wirkten sehr günstig auf die Entwicklung Geestemündes.

Das Anwachsen des Schiffsverkehrs stand natürlich im engsten Zusammenhang mit dem Hafenbau selbst. Waren 1850 104 See­schiffe mit 9000 RL. "§) in die Geeste eingelaufen, so waren es 1856, als der Hafenbau beschlossen wurde, 243 Schiffe mit

24824 RL.i"), 1862, also ein Jahr vor der Eröffnung des Hafens, 242 Schiffe mit 35000 RL. Im letzten Jahre des Königreichs Han­nover. 1866, wurden mit 11? 000 RL. zum ersten Male die Hundert­tausend überschritten, die Zahl der eingelaufenen Seeschiffe betrug 462. war also lange nicht so schnell gestiegen wie der Tonnengehalt. Diese Erscheinung läßt sich von den ersten Lagen der Geestemünder Schiff­fahrt an verfolgen. Die Schiffe wurden größer, da die Reeder sicher sein konnten, die volle Ladung auch für große Schiffe in kür­zester Zeit zu bekommen. Da die Wasserverbindung mit den:

Hinterlands sehr schlecht war, spielte die Einfuhr und Ausfuhr zu Lande eine sehr erhebliche Rolle. Für die Ein» und Aus­fuhr zu Schiff, auf der Eisenbahn und auf der Landstraße