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Geschichte der Stadt Geestemünde / von Georg Behrens
Entstehung
Seite
54
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4. Capitel.

Da wurde im Jahre 1855 Dornes ^), der einst vor sieben Jahren für Geestemünde tätig gewesen war, Minister des Innern, nachdem er diesen Posten im Winter 1851 auf 1852 bereits einmal vorübergehend bekleidet hatte. Es sollte sich zeigen, daß auch der Minister von Dornes, wie einst der Regierungsrat der Landdrostei zu Stade, sich noch lebhaft für Geestemünde interessierte.

Der neue Herr im Ministerium des Innern war entschlossen, die Hoffnungen, die sich an den Damen Geestemünde knüpften, zu er­füllen. Er war noch nicht ein Jahr Minister, als er bereits es war am 18. Juni 1856 der Ständeversammlung ein Hafen- und Dahnbauprojekt vorlegte.

Im Jahre 1848 hatte die Kommission unter dem Vorsitz des Re­gierungsrats von Borries drei Hafenprojekte behandelt i°°), deren eines allerdings, der Hafen im Ziegeleilande, völlig zurücktreten muhte. Auch die höchste technische Behörde, die General-Wasserbaudirektion, hatte damals gemeint, für einen Hafenbau komme das Ziegeleiland Wohl kaum in Frage. Allerdings hatte die Kommission vorsichtig hinzugesetzt, es lasse sich dochmit Gewißheit nicht voraussehen, ob nicht einmal in späterer Folgezeit die Anlegung eines Hafens vor dem Rurte- und Ziegeleilandsdeiche dennoch als nützlich möchte anerkannt und weiter- verfolgt werden". Und in der Tat ist es gerade für den Nachlebenden recht einleuchtend, welche Dorteile das Ziegeleiland bot. Ein Hafen im Theelande hätte nur eine recht geringe Erweiterungsmöglichkeit be­sessen, jede Ausdehnung der Anlagen hätte die Verbindung mit Bre- merhaven noch mehr erschwert, vor allem jetzt, da der ganze Wähl-