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Eine deutsche Militärstation im Innern Afrikas / von Hildebrandt
Entstehung
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Kapitel 5.

Schiffahrt und Post.

^^ie Fahrt ailf dem See geht noch wie zur Zeit des edlen Dulders Odpsseus vor sich, als Küstenfahrt. Des Abends wird an Land gegangen und das Zelt aufgeschlagen; am andern Morgen wird alles wieder an Bord geschafft und die Fahrt geht weiter, wenn der Wind gut ist. Quer über den See ist noch kein Mensch gefahren. Bisher hat es noch kein Schiff gegeben, mit dem man die Fahrt wagen konnte. Auf dem See schwimmen erst seit neuester Zeit zwei ansehn­lichere Dampfer. Sie gehören den Engländern und sind zu dem Zweck gebaut, die mit der Bahn nach Port Ugowe beförderten Waren weiter nach Uganda zu transportieren. In Muanza sind drei größere Fahr­zeuge stationiert: Ein Segelboot, das von einem deutschen Schiffbauer auf der Insel Ukerewe gebaut ist, es fährt mit zwei Segeln und einem Klüver und kann von der Bemannung mit 10 Rudern bewegt werden. Nahoza, d. h. Schiffsführer, ist ein Neger, Mnhinna, der erfahrenste Schiffer am See. Die Station hat von eingeborenen Schiffbauern eine Dhau nach Araberart bauen lassen, die recht gut segelt, aber nur inangelhafte Rndervorrichtung hat. Das schönste Fahrzeug der Station ist die neue Aluminiumdampfpinaffe, die wir zum besten Teil dem Fürsten zn Wied verdanken. Ein zierliches Fahrzeug, das uns endlich ermöglicht eine annähernd berechenbare Fahrt auf dem See zu unter-