Vorwort.
Eine deutsche Militärstation im Innern Afrikas — welche Vorstellungen von ödem, eintönigem Dienst, öon Untätigkeit und Langeweile in der dienstfreien Zeit mischen sich für manchen in das Bild einer solchen Station! — In meiner alten Studentenbude hing ein kleines Aquarell, das der Sohn meiner Wirtin — „selbst mit der Hand gemalt" hatte. Es stellte dar: Eine gelbe Sandwüste, ein Schilderhaus und einen Wegweiser mit der Aufschrift: Nach Kamerun. Ob dieses Bild daran schuld war, daß ich mir früher bei der Vorstellung einer Militärstation immer etwas recht Trostloses dachte? Wie schön ist dagegen das Panorama von Mnanza, das ich Herrn Seidel verdanke! Wie schön ist das Leben und Wirken — doch das will ich ja im vorliegenden Buche sagen. Nur einen Wunsch möchte ich noch anssprechen: Wenn doch jeder, der das Büchlein liest, die Überzeugung bekäme, daß unsre Generation in Kolonialländern säet und säen muß; der Boden ist ja überreich und wird Frucht tragen zu seiner Zeit. Laßt uns nur erst die Saat bestellen.