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Eine deutsche Militärstation im Innern Afrikas / von Hildebrandt
Entstehung
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Kapitel 2.

Lebensweise auf der Station.

See liegt dicht vor der Station, man hat stets einen prächtigen Blick auf die weite Wasserfläche, die nahe Kette der pittoresken Klippen und die ferne Kette der in Duft verschwimmenden Inseln. Der Anblick ist um so erhebender, als die Wohnrüume diesen Vorzug ent­behren. Deren Türen sind in roher Weise aus Brettern zusammen­gefügt. Die Fenster sind von Negerhänden zusammengenagelte Rahmen aus schlecht bearbeiteten Latten; statt der Fensterscheiben ist weißer Baumwollenstoff darauf ausgespannt, die Wände sind geweißt, die Decke ist aus Knüppelholz hergestellt und wiederum mit weißem Baumwollstoff überspannt. Der Fußboden ist mit Matten belegt. An Möbeln ist nur das Allernotwendigste vorhanden; darunter nimmt das Bett den hauptsächlichen Platz in Anspruch; entweder ist es die schmale, zerlegbare Expeditionsbettstelle, welche das Gouvernement liefert, oder eine Bett­stelle nach Negerart, d. h. auf vier starken Füßen ein Rahmen mit einem Geflecht aus Kokosfaserstricken; dieses federt wie das Stahldraht­geflecht einer Reformbettstelle. Eine Matratze und ein Kopfkissen sind mit Kokossasern gestopft und geben ein weiches, kühles Lager. Bett­wäsche und zwei Kamelhaardecken liefert das Gouvernement, ebenso Moskitonetze.

Als Tisch wird meist der leichte Expeditionstisch auch im Zimmer aufgestellt. Einen Wienerstuhl oder Holzstuhl bekommt jeder, vielleicht