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Kapitel 4.
Wandel.
Innern Afrikas bestehen neben einander der Tauschhandel in seiner urwüchsigen Form, die indische Silberwährung und ein ausgebildeter Checkverkehr. Eine ganze Reihe Tauschartikel haben leidlich feststehenden Wert, z. B. gilt ein upuncks — Armlänge (so weit man mit beiden Armen spannen kann) oder vier mllrorio (Länge von den Fingerspitzen zum Ellenbogen) besserer weißer Baumwollstoff als gleichwertig mit einer Ziege oder 1 Rupie ( — 1,40 Mk.). Ein schmiedeeisernes Hackenblatt galt lange Zeit gleich 2 mLono Baumwollstoff oder i/z Rupie. Glasperlen schwanken im Wert, da sie der Mode unterworfen sind. Am Nordende des Tanganyika wird noch mit Kupferdraht gehandelt. Es finden große Märkte statt, wo die verschiedensten Händler ihre guten Sachen feilbieten. Da sitzt ein Mann, der Schnupftabak verkauft, er hat die Prisen vor sich auf einem Blatt einzeln hin- gehäuft, jede Prise kostet an Kupferdraht „einmal um den kleinen Finger herum". Dort sitzt ein Mann mit einem Topf voll Honig. Wer seine Banane in den Honigtopf bis an die Fingerspitzen eintauchen will, muß Kupferdraht, einmal um den Daumen, bezahlen usw. So harmlos interessant und humorvoll das nun ist, so müssen wir selbst doch daran arbeiten, es zu zerstören. Wer bei historischen Vorgängen und Kulturnotwendigkeiten immer nur den herben Verlust beklagt, ist zum Kolonisator. nicht geeignet. Die Geldwährung muß eingeführt werden und
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