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Französische Agrarpolitik in Algerien : eine kolonialpolitische Studie / von Günther K. Anton
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Fünftes Kapitel.

Beurteilung der Politik in Bezug auf die Besiedlung der Staatsländereien.

Fragen wir nun nach den Ergebnissen der auf die Be­siedlung der Staatsländereien bezüglichen Politik, um aus ihnen ein Urteil über den Wert der angewendeten Methoden zu gewinnen, so belehrt uns der von Burdeau erstattete Bericht der Budgetkommission, dafs das algerische General­gouvernement specielle Statistiken hat aufnehmen lassen, aus welchen das Zusammenfallen der gröfsten Entwiklung der Kolonisation mit der kräftigsten Einmischung des Staates sich ergiebt. So seien in den Jahren 184051, also unter dem System Bugeaud, 14 957 Personen in neuen Koloni- sationscentren angesiedelt worden, während die Bevölkerung bereits vorhandener um 29 088 gestiegen sei: zusammen eine Zunahme von 44 045 Personen. Ebenso habe sich in den Jahren 1871/78 die Bevölkerung der kolonialen Centren um 8974 Feuerstellen mit 43 501 Psrsonen vermehrt, während in den Jahren 1860/71, wo der Verkauf der Landlose als überwiegende Besiedlungsweise geübt wurde, nur 11 neue Dörfer mit 437 Feuerstellen und 4582 Einwohnern ent­standen seien.

Anders lautet die nicht minder amtlicheAllgemeine