I^ün/ies Kapitel.
Die amerikanische Gefahr.
ie Zeit liegt nicht lange hinter uns, wo man in Europa die „amerikanische Gefahr" überhaupt erst zu bemerken anfing. Die ersten, deren geschärfter Blick die Bedrohung durch den neuen Konkurenten auf dem Weltmarkt erkannten, waren die Engländer. Amerika ist in der glücklichen Lage, die Rohstoffe beinahe zu jeder nur denkbaren Güterproduktion in so überreichlichem Maße innerhalb seiner eigenen Grenzen zu besitzen, wie das keiner andern Nation zuteil geworden ist. Getreide, Vieh, Eisen, Kohle, Holz, Petroleum, Baumwolle, Gold, Silber, Kupfer, an allem hat es Überfluß. Das Grnndproblem, um das es sich ihm gegenüber für uns handelt, ist also dieses, ob die Vereinigten Staaten, wie es eine Zeit lang und vielleicht auch noch jetzt den Anschein hat, sowohl mit ihren Rohprodukten als mit den daraus hergestellten industriellen Fertigfabrikaten, namentlich aber mit diesen letzteren, dauernd als eine große Exportmacht auftreten werden, oder ob die eigne Aufnahmefähigkeit des Nordamerikanischen Volkes für die Produkte seiner Industrie, d. h. sein Reichtum, so groß werden wird, daß alle oder doch bei weitem die Hauptmasse seiner Erzeugnisse von ihm selbst wird konsumiert werden können. Es ist keine Frage, daß Lei der absoluten und immer noch zunehmenden Einwohnerzahl der Vereinigten Staaten ihre Bevölkerungsmenge sehr bald hinreichen wird (vielleicht ist es schon jetzt der Fall), um, vielleicht mit Ausnahme von Petroleum und Baumwolle, die Produktion des eignen Grund und Bodens an Rohstoffen nicht nur selber zu verarbeiten, sondern auch selber zu verbrauchen. Die Frage ist nur, ob die Nation die Mittel hierfür besitzen wird. Ist das nicht der Fall, so muß sie den Überschuß
NWS
«W