Capitel II.
Mit Dr. ^7achtigal ins Mungo-Land.
(Die vielfach verästelten Creeks. — König Bell im Exil zu Boadibü. — Der palmenbcschattete Mungo-Fluß. — Die Mungo-Ortschaften. — Balung und Batundu. — Der Weg nach Adaiuaua und zum Cougo. — Für Westafrica gibt es keine Reiscroutine. — NatschlLge für etwanige Forschungsrcisendc.>
cgen der kriegerischen Unruhen, die das ganze Flußgebiet von Kamerun in einer gewissen Aufregung hielten, ist es mir nicht vergönnt gewesen, das sich am mittlern Vanf des Mungo- Flnsses erstreckende Batundu-Land durch eigne Anschauung kennen zu lernen, nnd ich habe mich darauf beschränken müssen, auf einer Reise, zu der Gencralconsul Dr. Nachtigal mich eingeladen hatte, das am Unterlauf des Flusses gelegene Mnngo-^and zu erforschen. Unsere Gigg wurde von 8 Missionsleuten gerudert und erhielt außerdem noch einen Stewart und einen als Dolmet scher fungirenden Dualla-Mann. Dieser letztere, der Kock Acqua hieß, war sehr stolz auf seinen mit einer großen Hahnenfeder geschmückten hellgrauen Filzhut und fragte mich mehrmals, ob ich ihm nicht seinen Namen mit Tinte vorn auf den Hnt schreiben wolle.
Bon König Bells Dorf erreichten wir in IVs Stunden die Einfahrt in den au der andern Seite des Kamerun-Flusses mündenden Mungo-Creek. Des weiter» fuhren wir ^ Stunden lang in westnordwestlicher Richtung durch einen schmalen Creek dahin, von dem in der Richtung nach Norden 9 und in der Richtung nach Süden nicht weniger als t8 Seitencreeks abzweigten. Von