Teil eines Werkes 
3 = [2], Teil 2 (1885) Das Flußgebiet von Kamerun : seine Bewohner und seine Hinterländer
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
 

Capitel IX,

Das Rlima unserer ux'ftafricanisä>'n «^^I^ni^vn.

sDic Aerzte und ihre stets wieder verloren gebenden Erfahrungen, Fieber, Blutarmut »nd Hautkrankheiten. Es gibt keine Epidemiceu, Wie verschiedene Personen das Fieber vertragen, Gutes Beefsteak wäre ein besseres Arzneimittel als Chinin. Alles in allem ist die Sache durchaus nicht so schlimm, wie sie sich ansieht,)

enn ich als mcdicinischcr ^'aie mir anmaße, über die Gc snndheitsvcrhältnisse unserer wcslafricanischcn Eolonieen zu berichten, so schöpfe ich meine Berechtigung daraus, daß es wohl wenig Vcnten in gleichem Grade wie mir vergönnt gewesen ist, nahezu alle Tropenländer aus eigener Erfahrung kennen zu lernen, wie ich denn auch mit nahezu sämtlichen an der langgestreckten Küste Wcstasricas lebenden Aerzten das Thema dieses Capitels habe besprechen können.

Die westasricanischen Aerzte erzählten mir in vollständiger Uebereinstimmung des Urteils, daß sie von Europäern sast bloß wegen Fieber, Blutarm»! und Hautkrankheiten zu Rate gezogen würden, Selbst Dvsenterieen, die in andern Tropcngegenden eine der gesürchtelsten Krankheiten sind, kommen hier nur ver­hältnismäßig selten vor. Aenßerst mannigsaltig sollen die zum Teil noch völlig unersorschten Krankheiten der Neger sein. Eine der gewöhnlichsten Ursachen bei massenhaften Slerbefällcn, nameiu lich unter den Krn-^eutcn, ist die beinahe epidemisch anstretende Pleuropneuiiiouic, Elefanliasis ist am Cougo weit hänsigcr als im Kamerun Gebiet beobachtet worden, Bom Fieber werden die