Capitel IV.
Das Dualla Volk.
(Körperbau, Charakter und Kleidung. — Gewerbe und Lebensweise. — Die Dualla-Sprache. — Was mau bisher über die Trommel-Sprache weiß. — Religion. — Frauen. — Sklaverei. — Politische Verhältnisse. — Kricgsgewohnheiten. — Rechlsanscliciuungen.)
nter den vielerlei Stämmen, welche das deutsche Kamerun Gebiet bewohnen, nehmen die Dualla in körperlicher nnd geistiger Hinsicht eine hervorragende Stellung ein. ^chon ihr Aussehen, die Körperbildung und der Gesichtsschnitt haben, trotzdem niemals eine irgendwie bedeutendere Vermischung mit europäischem Blut stattgefunden hat, dennoch weit mehr enro päisches, als man es bei den Bakwiri und andern weniger civil! sirten Gliedern des weitverbreiteten Kamerun Volkes sinden würde. Auch fehlt es nicht an Phl,siog»omieen mit sehr stark ausgeprägtem semitischen Tvpns, Die Muscnlatur der erwachsenen Männer pflegt sehr kräftig, obwohl nicht ganz fo stablhart zu sein, wie bei Europäern von ähnlichem Körperbau. Im allgemeinen zeigen farbige Völker, zeigen auch die meisten Negerstämme bloß eine geringe Entwicklung der Waden. Aber im Gegensatz hierzu habe ich bei manchen Dualla nnd Kru Negern Waden gesehen, wie sie sich besser ausgeprägt kaum bei Tiroler Bergsteigern vorfinden dürften. Die dunkelbraune Haut der Dualla ist sast stets ein wenig, aber in einzelnen Fällen bloß mit diesem oder jenem kleinen Muster, ähnlich wie bei unsern Seeleuten, tättowirt. Albinos, die in einzelnen Gegenden des untern Niger-Gebiets so