Nachtrag.
Bis zur Drucklegung dieser Zeilen ist allerdings erst eine Rumpfkonferenz zustande gekommen, die sich als „Imperial Defence Conference“ aufgetan hat. Die Vertreter des Commonwealth of Australia haben bislang Parlamentsstreitigkeiten und Neuwahlen vom Erscheinen abgehalten.
Die nachstehende vom britischen Kolonialministerium ausgehende Zeitungsnachricht läßt darauf schließen, daß es unter diesen Umständen überhaupt nicht zu einer Vollversammlung der Vertreter sämtlicher Nationen des Empire kommen wird, so daß schon aus diesem Grunde deu Beschlüssen der Konferenz nur bedingter Wert zukommt. Sie werden wie folgt bekannt gegeben: Die Reichskriegskonferenz, der die vornehmsten Staatsmänner aus den großen überseeischen Kolonien beiwohnten, nähert sich ihrem Ende. Während einzelne der angenommenen Beschlüsse nicht vor Ende dieses Krieges veröffentlicht werden können, können folgende Tatsachen schon jetzt bekanntgegeben werden. Bemerkenswert ist, daß alle Resolutionen einstimmig angenommen wurden. Die Konferenz faßte Beschlüsse, wonach die Bewaffnung aller Teile des Heeres gleich gemacht und eine gleiche Ausbildung dem Offiziersund Unteroffizierspersonal der verschiedenen Militärorganisationen des Reiches erteilt werden soll. Die Konferenz ersuchte die Admiralität, sofort nach Beendigung des Krieges einen vollständigen Plan für die maritime Vorbereitung des Reiches vorzubereiten, der dann von den Regierungen, die auf der Konferenz vertreten waren, erwogen werden soll. Die Konferenz hat angeraten, nach dem Kriege eine besondere Reichskonferenz einzuberufen, um die konstitutionellen Beziehungen zwischen den verschiedenen Reichsteilen so zu ändern, daß eine fortwährende Beratung und ein gemeinsames Handeln in allen wichtigen Angelegenheiten möglich gemacht wird. Die Konferenz dringt auf eine eiuheit-