Achtes Kapitel. Durch Nigeria heim!
sm 17. Januar ritt ich in Jola ein, wohin ich auf dem Wasserwege eineu meiner Löwen, die Hyäne und das Warzeuschweiu vorausgesandt hatte. Für meine in Leinde gefangene Sumpfantilope hatte ich eine große Box mit zwei Tragstangen an der Seite bauen lassen, worin sie über Land bis zu der Faktorei der Niger Compagnie trans- ^/ portiert wurde. Die Tiere siud so empfindlich, daß ich es nicht wagen konnte, sie einein Schwarzen anzuvertrauen. Löwe uud Hyäne dagegen wurden am Halsband und an der Kette geführt. Der Löwe war so zahm, daß ich ihn auch ohne Kette laufen lassen konnte, während die Hyäne, wenn man nicht aufpaßte, manchmal recht heimtückisch um sich biß.
In Jola ritt ich zunächst vor das Quartier des Resideuten, fand ihn aber nicht zu Haus. Er war mit der Truppe, wie ich erfuhr, Benue-abwärts gerückt, um die Basfamaheiden zu bestrafen, die sich dauernd Räubereien hatten zuschulden kommen lassen. Auch im Fort war es infolgedessen leer. In dem Etablissement der Niger Compagnie empfing mich Herr Marmon mit der erfreulichen Mitteilung, daß er mir ein Stahlboot für die Reise stromab bis nach Lokodja zur Verfügung stellen könne. Das letzte Dampffahrzeug, ein kleines Heckradschiff, war Ende November von Jola abgegangen, und ich war iu Sorge geweseu, ob ich überhaupt auf dem Wasserweg zur Küste kommen würde.
Wochenlang in einem offenen Eingeborenenkann unterwegs zu sein, ist uämlich nicht nur äußerst uubequem, sondern auch in hohem