Viertes Kapitel. Garua und Marua<
ollteu wir wenigen Europäer uns in Garna behaupten, so konnte es nur geschehen, wenn wir uns als ein Fels erwiesen, au dem die Macht des Emirs zersplittern mußte. Uumöglich war es, zu oersucheu, uus die Freundschaft der Fullahs im Lande zu gewinnen und sie zum Abfall vom Emir zu bewegen. Denn lieber ließen sich diese fanatischen Mohammedaner von ihren: Fullahoberhnupt mit Skorpionen züchtigen, als vou dem weisesteu, besten und gerechtesten Ungläubigen mit Zuckerbrot bescheukeu. Uumöglich war es aber auch, die zahlreiche Heidenbevö'lkeruug, die teils unterworfen als Sklaven im flacheu Laude der Fullahs arbeiteten, teils frei in den unwirtlichen Bergen herumschweiften, gegeu die Fullahs auszuspielen. Denn mau hatte es hier nicht mit für logische Gründe zugänglichen Verstandesmenschen, sondern mit Wilden zu tun, die auf uiedriger Kulturstufe steheud, jedem mißtrauten, uud die man ebensowenig zusammeurufeu oder zusammenbringen kouute, wie Schwalben in der Luft oder Fische im Meer. Zuberu selbst zu gewiuueu, wäre vielleicht, nachdem die Engländer ihn aus seiuer Resideuz vertrieben hatteu, möglich gewesen, wenn man ihm mit dem Wohnsitz in Deutsch-Adamaua auch die Herrschaft dort belasseu hätte, wenn er ein anderer und uicht Zuberu gewesen wäre. Der aber war eiu mohanuuedcmischer Zelot, für den der gebildetste Europäer ebenso ein zn bekämpfender unreiner X^iei' (Ungläubiger) war, wie der uackeud geheude Tengelinheide in den Sandsteinmassivs am Benue.