VIII. Der Landverkohr.
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St. Loronzland, die südchilenische Westseite Südamerikas, Neuseeland sind zu nennen.
Besonders dort, wo die Fallhöhe in einem „Wasserfall" sich mit Wasserreichtum kombiniert, liegen die Stätten, die künftig, zum Teil schon jetzt, für die Industrie wichtig werden.
Eine Zusammenhaltung der Niederschlagskarte mit der die Oberflächenformen der Erde darstellenden Karte zeigt uns am besten, wie etwa sich die Verteilung der Wasserkräfte auf der Erde gestaltet, und läßt voraussagen, daß außer den Ländern der gemäßigten Zone auch feucht-subtropische und tropische Gebiete fähig sind, bedeutende Wasserkräfte zur Dienstleistung in der Industrie heranzuziehen.
Und diese Tatsache verspricht die schon im Gange befindliche Einwanderung der Großindustrie in Gebiete außerhalb der gemäßigten Zone besonders zu beschleunigen und droht vielleicht in den Standorten mancher Industrien, deren Rohstoffe die gemäßigte Zone nicht zu liefern vermag, eine folgenschwere Verschiebung zustande zu bringen.
Bisher sind die Wasserkräfte hauptsächlich in den Kulturländern Europas und Nordamerikas in den Dienst der Industrie gezogen, aber vereinzelt auch schon in Chile und Australien, an der britischen Goldküste und in Indien. Auch Deutschland hat seine Wasserkräfte nicht brach liegen lassen; schon 1895 wurden 630000 PS Wasserkraft gewonnen, und während im norddeutschen Flachlande nur 2,1 Wassermotoren auf 100 qkm entfielen, kamen im Gebirgsland 30,40, ja im Bezirk Marienberg (Erzgebirge) 107 und im Sauerland bei Iserlohn und Solingen 125 Wasserbetriebe auf 100 qkm; so sehr zeigt sich hierbei die Überlegenheit des Gebirgslandes über das Flachland.
Auch die anderen Länder Europas, besonders Italien und die Schweiz in den Alpen, haben die Wasserkräfte fleißig herangezogen. Sehen wir zu, daß wir uns auch in dieser Beziehung unter den ersten Kulturstaaten der Erde behaupten.
VHL Der Landverkehr.
Eine verkehrslose Zeit ist uns überhaupt nicht vorstellbar. Immer mußten räumliche Entfernungen von der Produktions- zur Konsumtionsstätte überwunden werden, und wenn sie noch so klein waren. Selbst wenn jede Wirtschaft ausschließlich für ihren eigenen Bedarf produziert, müssen doch wenigstens die Früchte des Waldes oder die Erträge der Jagd und Fischerei an die Wohnstätte geschafft werden.
Auch heute ist keine Gegend der bewohnten Erde ohne Verkehr. Die geographische Verbreitung des Verkehrs reicht sogar über die bewohnten Gebiete des Menschen hinaus, sie reicht so weit, als der